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VW tauscht freiwllig Erdgastanks auch an jüngeren Modellen

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Volkswagen Touran Ecofuel. Foto: Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

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Volkswagen erweitert freiwillig den Austausch von Erdgastanks. Nach dem offiziellen Rückruf der Ecofuel-Fahrzeuge der Modelljahre 2006 bis 2010 Modellen wegen Korrosionsgefahr an den Behältern, tauscht der Autohersteller nun auch die Gastanks an seinen Erdgasmodellen Touran und Passat der Modelljahre 2011 bis 2014 sowie des Caddy der Modelljahre 2011 und 2012. Laut VW handelt es sich um eine freiwillige und rein vorsorgliche Maßnahme zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit.

Obwohl es sich bei diesen Fahrzeugen um jüngere Fahrzeuge handelt, möchte Volkswagen auch an diesen Fahrzeugen die vorhandenen Gastanks gegen neue mit modernem Lacksystem austauschen. In Deutschland sind davon 2359 Caddy, 2361 Touran und 1550 Passat betroffen. Damit soll sichergestellt werden, dass Autos der Marke auf Gasflaschen mit dem aktuellen und verbesserten Serienstand umgerüstet werden.

Die CNG-Unterflurtanks müssen gemäß den Serviceplänen von Volkswagen regelmäßig überprüft werden. Wird die Gasanlagenprüfung nicht oder nur unzureichend vorgenommen, kann eine durch mechanische Beschädigungen verursachte Korrosion der Flaschen unentdeckt bleiben. Daraus ergibt sich das Risiko, dass in einigen dieser Fahrzeuge eine beschädigte Außenhülle nicht mehr den erforderlichen Schutz aufweist. Dadurch kann die Wandstärke eines Gastanks unter die notwendige Reststärke sinken. Dann besteht die Gefahr, dass die Behälter bersten.

Die Besitzer der vorsorglich zurückgerufenen Fahrzeuge werden direkt von Volkswagen angeschrieben und gebeten, mit ihrer Vertragswerkstatt einen Termin zum Tausch der Gastanks zu vereinbaren. Die Umrüstung der Fahrzeuge erfolgt kostenlos. Das Kraftfahrtbundesamt ist informiert und wird die Umrüstung der Fahrzeuge überwachen.

Volkswagen weist darauf hin, dass die für die jüngeren Fahrzeuge (ab Modelljahr 2011) erteilte Unbedenklichkeitsbescheinigung auch weiterhin ihre Gültigkeit behält und das Tanken von Erdgas weiterhin erlaubt ist. Im vergangenen September hatte ein Vorfall an einer Tankstelle im Kreis Göttingen bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, bei dem der Tank eines Erdgas-Touran geborsten war und den Fahrer schwer verletzt hatte. Es hatte sich um ein Fahrzeug gehandelt, das bereits zurückgerufen worden war und für das VW ausdrücklich von der Erdgasnutzung abgeraten hatte.

Das Bundeskabinett hat erst in dieser Woche beschlossen, die Steuerermäßigung auf Erdgas bis Ende 2016 zu verlängern. (ampnet/jri)


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