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Grünes Licht: Steuern sparen mit Erdgas

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  • 31. Mai 2017, 16:09 Uhr
  • Ralf Loweg
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mid Groß-Gerau - Fahrer von Gas-Autos dürfen sich auch weiterhin über Steuervergünstigungen freuen. Zukunft ERDGAS / Danny Kurz

Über diese Nachricht dürften sich Fahrer gasbetriebener Autos freuen. Denn der alternative Kraftstoff soll auch weiterhin mit einer reduzierten Energiesteuer gefördert werden. Darauf haben sich die Regierungsfraktionen des Bundestages verständigt.


Über diese Nachricht dürften sich Fahrer gasbetriebener Autos freuen. Denn der alternative Kraftstoff soll auch weiterhin mit einer reduzierten Energiesteuer gefördert werden: Autogas oder Flüssiggas (LPG) bis 2022 und komprimiertes Erdgas (CNG) bis 2026. Darauf haben sich jetzt die Regierungsfraktionen des Bundestages verständigt. "Diese Entscheidung war überfällig. Die Politik löst jetzt die Handbremse für die Marktentwicklung des alternativen Kraftstoffs", kommentiert Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft Erdgas. Eigentlich wären die Steuerbegünstigungen Ende des Jahres 2018 ausgelaufen.

Für den Gesetzentwurf in geänderter Fassung stimmte neben den Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD auch die Fraktion Die Linke, die sich zuvor mit einem Änderungsantrag für die Verlängerung der Steuerbegünstigung von LPG-Autogas stark gemacht hatte. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen enthielt sich.

"Erdgas ist grüner als man denkt. Uns freut sehr, dass die Politik diese regenerative Komponente jetzt anerkannt hat und deshalb die Förderung bis 2026 verlängert. Das gibt dem alternativen Antrieb neue Kraft", so Kehler. Der Unterschied: LPG ist ein Nebenprodukt der Erdöl-Produktion, CNG ist natürliches Erdgas mit wachsendem Bio-Anteil.

Derzeit gibt es rund 900 Erdgas-Tankstellen in Deutschland. Darüber hinaus wird auch ein Tankstellennetz für verflüssigtes Erdgas (LNG) aufgebaut. LNG dient als Kraftstoff für schwere Lkw. "Erdgas ist derzeit die einzig sinnvolle Alternative, wenn es um ordentliche Reichweiten und große Lasten geht. Auch deshalb ist Erdgas ein wichtiger Baustein in der Verkehrswende", erläutert Kehler.

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