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Porsche: Promi-Auftrieb in den Alpen

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mid Groß-Gerau - Auch für Dr. Wolfgang Porsche, Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche AG, ist die Teilnahme an der Ennstal-Classic stets eine Ehre. Porsche

Erst die spektakuläre PS-Show in Goodwood und jetzt die gemütliche Alpen-Tour für 'Feinschmecker': Bei Porsche kommen im Sommer 2017 Auto-Enthusiasten unterschiedlichster Prägung voll auf ihre Kosten. Egal, ob berühmte Schauspieler oder legendäre Rennfahrer - bei der dreitägigen Ennstal-Classic werden selbst die härtesten Kerle weich.

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Erst die spektakuläre PS-Show in Goodwood und jetzt die gemütliche Alpen-Tour für "Feinschmecker": Bei Porsche kommen im Sommer 2017 Auto-Enthusiasten unterschiedlichster Prägung voll auf ihre Kosten. Die Ennstal-Classic (19. bis 22. Juli) geht nun schon zum 25.Mal über die Bühne. Deshalb fährt Porsche zum Jubiläum das "Who is Who" der Branche auf: Egal, ob berühmte Schauspieler oder legendäre Rennfahrer - bei der dreitägigen Ausfahrt durch die österreichischen Alpen werden die härtesten Kerle weich und sitzen mit leuchtenden Augen am Steuer. "Die Ennstal-Classic ist bei uns ein fester Termin im historischen Rennkalender. Das Startfeld ist international besetzt und die Stimmung ist jedes Jahr Weltklasse", sagt Achim Stejskal, Leiter Porsche Museum und historische Öffentlichkeitsarbeit, dem mid.

Allein beim Blick auf die liebevoll gestaltete Webseite (www.ennstal-classic.at) bekommt so mancher Gänsehaut. Nicht nur die malerische Kulisse, sondern vor allem die Fahrzeuge und ihre "Chauffeure" dokumentieren eine automobile Zeitreise der ganz besonderen Art. Und das Motto "mit den Autos von einst auf den Straßen von heute" hat nicht an Aktualität eingebüßt. Gerade einmal 35 Autos waren bei der Premiere 1993 am Start. Von da an ging es steil bergauf. Klar, die Alpen verführen halt zum Höhenflug. Zur 25. Ausgabe wird ein Rekord-Starterfeld von 220 Autos plus 40 Wagen für die Racecar-Trophy antreten, die Teilnehmer kommen aus 17 Nationen.

Der zweimalige Rallye-Weltmeister Walter Röhrl war der erste Sieger dieser Veranstaltung. In seinem "Windschatten" kamen Weltstars wie Sir Stirling Moss, Sir Jackie Stewart, Niki Lauda, Sebastian Vettel, Rowan Atkinson, Patrick Dempsey und Brian Johnson ins Ennstal. Diese Rallye "löst für die Teilnehmer ein Rückfahr-Ticket in die Jugend, sie steht für pures Autofahren auf den schönsten Alpenstraßen Österreichs mit elitären Autos in einer durch Leidenschaft geprägten Atmosphäre von Gleichgesinnten", sagen die Organisatoren. Und wer einmal mitgefahren ist, der möchte da nicht widersprechen.

Einer der Hauptdarsteller 2017 ist Hollywood-Star Patrick Dempsey. Der Hobby-Rennfahrer aus den USA hatte seinen Start in der Live-Übertragung des 24-Stunden-Rennens von Le Mans werbewirksam einem Millionen-Publikum mitgeteilt. Dempsey, vor allem jüngeren Fernsehzuschauern aus der US-Serie "Grey's Anatomy" bekannt, ist bereits zum zweiten Mal bei der Rallye dabei. Im 356 Speedster 1500 aus dem Jahr 1955 wird er sich den bis zu 20 Kilometer langen Prüfungen stellen. Mit dem Auto ständig durch Beverly Hills zu rollen, kann auf Dauer ganz schön langweilig sein. Da kommt der Ruf der Alpen sicher zur richtigen Zeit.

Doch das rollende Porsche-Museum hat noch mehr zu bieten. Auch für Dr. Wolfgang Porsche, Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche AG, ist die Teilnahme eine Ehre: Die Ennstal-Classic zählt zu den bedeutendsten Automobilsport-Veranstaltungen in der Heimat der Familie Porsche. Mit Österreich verbindet der Sportwagenhersteller seine ersten Produktionsjahre. So wird Dr. Wolfgang Porsche die anspruchsvollen 900 Kilometer durch die steirische Gebirgslandschaft mit einem 356 Carrera 2 (Baujahr 1963) unter die Räder nehmen.

Auch Walter Röhrl lässt sich im Alter von 70 Jahren diese Ausfahrt nicht nehmen. Der "Lange" aus Regensburg wird den 356 B 2000 GS Carrera GT, wegen seiner aus aerodynamischen Gründen steil abfallenden Heckscheibe auch unter dem Namen "Dreikantschaber" bekannt, aus dem Jahr 1963 durch Österreich lenken. Wie immer wird Röhrl zeigen, dass er am Steuer noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

Ebenfalls zum zweiten Mal ist der ehemalige Formel-1-Star und Langstrecken-Weltmeister Mark Webber aus Australien dabei. Das rasende Känguru sitzt in einem 550 Spyder aus dem Jahr 1994. Webber hatte 2015 mit dem Porsche 919 Hybrid die Langstrecken-Weltmeisterschaft gewonnen. Inzwischen hat er den Helm an den Nagel gehängt und ist für Porsche als Markenbotschafter im Einsatz.

Webber wird in den Alpen auf Langstrecken-Legende Hans-Joachim Stuck sowie den letztjährigen Le-Mans-Sieger Neel Jani treffen. Gaudi-Bursche Stuck pilotiert einen 356 Abarth aus dem Jahr 1960. Das Cockpit eines weiteren 356 A Speedster 1600 S aus dem Jahr 1958 teilen sich Porsche-LMP1-Projektleiter Fritz Enzinger und Werksfahrer Neel Jani. Das illustre Starterfeld absolviert einen Bergprolog und Marathon-Touren vor mehr als 100.000 Fans entlang der Strecke sowie am Finaltag einen Stadt-Grand-Prix vor mehr als 20.000 Zuschauern.

Ralf Loweg / mid

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