Motorsport

TCR in Oschersleben: Großer Crash und internationales Rookie-Debüt

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TCR Oschersleben 2017: VW Golf GTI TCR von Sebastian Steibel. Foto: Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

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Zehn Startlampen springen von rot auf grün, die 350 PS-Motoren heulen auf und der Kampf um die Spitze beginnt. Bereits wenige Meter nach dem Start kommt es auf der langen Start- und Zielgeraden zum großen Crash. So startete das zweite Rennen der TCR International Series am vergangenen Wochenende in Oschersleben. Als einziger Deutscher war erstmals der 17-jährige Rookie Luca Engstler vom Liqui Moly-Team Engstler mit am Start.

Insgesamt vier Sprintrennen warteten an diesem Wochenende auf die Tourenwagen-Fans. Zwei im nationalen Wettbewerb, dem ADAC TCR Germany und zwei in der TCR International Series. Diese startete am Sonntag das erste Mal in der Motorsportarena südlich von Magdeburg und damit gleichzeitig das einzige Mal in Deutschland. Der italienische Pilot Gianni Morbidelli (West Coast Racing Team) gewann beide Rennen des siebenten, internationalen Meisterschaftslaufs in Oschersleben.

Bereits im Qualifying am Samstag lenkte der Italiener seinen Volkswagen Golf GTI TCR auf den ersten Startplatz, den er auch im ersten Rennen tags darauf nicht abgab. Mit einer souveränen Führung fuhr er seinen ersten Saisonsieg vom Start weg über die Ziellinie. Zweiter wurde Daniel Lloyd (GB, Seat). Dritter wurde Rob Huff (GB) vom Leopard Racing Team, ebenfalls im Volkswagen Golf GTI TCR. Eine spannende Aufholjagd entschied das zweite Rennen. Nur wenige Meter vor der Zielflagge überholte Morbidelli seinen Kontrahenten Mat'o Homola (SK, Opel) mit einem spektakulären Überholmanöver.

Rang drei sicherte sich Jean-Karl Vernay (F, Leopard Racing Team) im VW Golf GTI TCR und eroberte sich damit die Gesamtführung in der Meisterschaft zurück. Nach dem erfolgreichen Rennwochenende jubelte Morbidelli: ,,Ich kann mir keinen schöneren Tag als heute vorstellen. Ich danke meinem gesamten Team." Offen fügte der Sieger hinzu: ,,Im zweiten Rennen hatte ich Glück, dem großen Crash am Start zu entkommen. Ohne Glück hätte ich meinen Sieg sicherlich nicht wiederholen können."

Der deutsche Debütant Luca Engstler schaffte es bei seinem ersten Einsatz in der internationalen Rennserie auf Startplatz elf. Im ersten Rennen schied er jedoch mit technischen Problemen vorzeitig aus. Beim zweiten Rennen wurde der Debütant unglücklich in den Startcrash verwickelt, so dass er beim Restart nicht mehr mit von der Partie war. Dafür begeisterte der junge Allgäuer zuvor im 37-köpfigen Fahrerfeld der zwei spannenden ADAC TCR Germany-Rennen. Im 350 PS-starken VW Golf GTI TCR erkämpfte er beide Male Rang drei.

Im ersten Rennen des Starterfelds musste sich Luca Engstler lediglich Moritz Oestreich (D, Honda) und Pascal Eberle (CH, Seat) geschlagen geben. Im zweiten Rennen überquerte der Nachwuchsrennfahrer die Ziellinie hinter Niels Langeveld (NL) und Josh Files (GB). Dadurch sicherte er sich in beiden Läufen den Sieg in der Rookie-Wertung. ,,Ich bin so glücklich, dass ich dieses Wochenende gleich zweimal auf dem Podest stand", resümiert Luca Engstler, nachdem er sein erklärtes Ziel erreicht hat. Der Youngster voller Freude: ,,Vielen Dank an meine gesamte Mannschaft. Sie hat mir meinen Golf GTI TCR perfekt vorbereitet."

Erheblich stärker zu kämpfen hatte Nachwuchsrennfahrer Sebastian Steibl (D) vom Team Steibel Motorsport. Nach einem Getriebeschaden am letzten Rennwochenende im österreichischen Spielberg fand sein Team erst am Renn-Freitag Ersatz. Der Familienrennstall verbaute das Reserve-Getriebe von Lucas Engstler und bewies Kampfgeist: Trotz Ersatzgetriebe, fehlenden Trainingsrunden und einem Rempler im zweiten Lauf fuhr der junge Bayer beide Rennen ins Ziel.

Nächster Halt der TCR International Series ist nach der Sommerpause vom 1. bis zum 3. September in Buri Ram, Thailand. Das nächste Rennwochenende der TCR Germany findet in zwei Wochen, vom 21. bis 23. Juli, im niederländischen Zandvoort statt. (ampnet/oa

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