Ratgeber & Verkehr

Ratgeber: Türunfälle mit Radlern verhindern - Mach's wie ein Holländer

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Radfahrer in der Stadt leben gefährlich Foto: Diamant

Bei Audis neuem Flaggschiff A8 lässt sich die Fahrertür nicht öffnen, wenn sich von hinten ein Radfahrer nähert. Böse Unfälle kann man aber auch anders verhindern.

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Es ist die Angstphantasie jedes Innenstadt-Radlers: Die plötzlich öffnende Tür eines am Straßenrand geparkten Pkw. Autofahrer können das verhindern. Mit moderner Technik - oder mit einer kleinen Verhaltensänderung.

Bei immerhin rund 7 Prozent aller Radfahrerunfall kollidiert der Biker mit einer sich öffnenden Fahrertür. In 20 Prozent dieser Fälle endet der Zusammenstoß mit einer schweren Verletzung, hat der Versicherungs-Dachverband GDV ermittelt. In der Regel werden Kopf und Beine am schlimmsten in Mitleidenschaft gezogen.

Audi hat nun eine technische Lösung für das Unfallproblem präsentiert. Bei der kürzlich vorgestellten Oberklasselimousine A8 warnt die vom Spurwechsel-Assistent bekannte Totwinkel-Überwachung beim Öffnen der Türen vor sich nähernden Fahrrädern. Lichtleiter in den Türen zeigen die Gefahr optisch an. Dem GDV geht das allerdings nicht weit genug - er fordert die Autohersteller auf, Systeme anzubieten bei denen sich die Türen im Gefahrenfall nicht öffnen lassen. Ein kurzes Blockieren würde dem Verband zufolge reichen.

Möglicherweise ist die technische Lösung in diesem Fall aber nicht die beste. Günstige und schnelle Abhilfe würde der ,,holländische Griff" bringen. In den fahrradfreundlichen Niederlanden lernen bereits Fahrschüler, die Tür immer nur mit der rechten Hand zu öffnen. Denn dabei drehen sich Oberkörper und Kopf automatisch in Richtung des nachfolgenden Verkehrs. Radfahrer würden dann rechtzeitig gesehen werden.

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