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Leser fragen - Experten antworten - Was bekomme ich für meinen alten Diesel?

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  • 24. August 2017, 14:18 Uhr
  • Dirk Schwarz/SP-X
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Hans-Georg Marmit, Kraftfahrzeugexperte der KÜS Foto: KÜS

Verschrottungsprämien für Dieselautos können für den Neuwagenkäufer ein gutes Geschäft sein. Ob sie das wirklich sind, hängt auch vom Restwert des Altwagens ab.

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Frage: Ich habe einen alten Diesel und denke darüber nach, ihn im Rahmen der Umtauschprämienaktion verschrotten zu lassen. Wie ermittle ich seinen aktuellen Wert?

Antwort von Hans-Georg Marmit, Kraftfahrzeugexperte der Sachverständigenorganisation KÜS: Aktuell belohnen viele Autohersteller mit der Umtauschprämie die Verschrottung alter Diesel-Pkw. Das kann lohnen, falls der Neuwagenrabatt über dem Restwert des Altwagens liegt. Der ist relativ leicht zu ermitteln.

Beste Anlaufstelle sind in solch einem Fall die Online-Fahrzeugbörsen wie z.B. Autoscout24.de und Mobile.de. Dort lässt sich mit der Suche nach ähnlichen Modellen ein erster Anhaltspunkt für den Wert des eigenen Wagens finden. Am besten wird die Suche auf die eigene Region beschränkt, denn Gebrauchtwagenpreise variieren deutschlandweit stark. Bei gängigen Modellen lohnt auch ein Blick in die lokale Tageszeitung oder ein Anzeigenblatt. Meist liegen die Preise dort etwas höher als im Internet, weil der Verkäufer mit Käufern rechnet, die sich eine weite Anreise sparen wollen.

Darüber hinaus kann auch die Anfrage bei einem Autohändler sinnvoll sein. Ein alter Diesel mit vermutlich geringem Wert dürfte allerdings höchstens für kleine freie Händler oder Exporteure noch interessant sein. Vertragsbetriebe und größere Händler lassen vermutlich nur mit sich reden, wenn gleichzeitig ein anderes Auto gekauft wird. Für sie ist das Geschäft mit Gebrauchtwagen der untersten Preisklasse in der Regel ansonsten uninteressant.

Einige Hersteller bieten im Rahmen der Umtausch-Aktionen übrigens auch einen Wertausgleich für das alte Auto. Das ist vor allem dann interessant, wenn das Fahrzeug noch zu wertvoll für den Schrottplatz ist. In solch einem Fall kann es jedoch ökologisch und finanziell die beste Lösung sein, das aktuelle Auto einfach noch so lange weiter zu fahren wie es geht.

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