Motorsport

Tourenwagen-Problem: Hersteller gesucht

  • In MOTORSPORT
  • 28. August 2017, 14:41 Uhr
  • Ralf Loweg
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mid Groß-Gerau - In der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft müssen sich die Fans auf Rennen ohne Mercedes einstellen. Die Stuttgarter steigen nach der Saison 2018 aus der Serie aus. Daimler

Noch ein Jahr hat der ehemalige Formel-1-Rennfahrer Gerhard Berger Zeit, die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft zu retten. Denn zum Saisonende 2018 steigt Mercedes aus der Rennserie aus. Ob und wie es mit den beiden verbleibenden Herstellern Audi und BMW weitergeht, steht in den Sternen.

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Noch ein Jahr hat der ehemalige Formel-1-Rennfahrer Gerhard Berger Zeit, die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) zu retten. Denn zum Saisonende 2018 steigt Mercedes aus der Rennserie aus. Ob und wie es mit den beiden verbleibenden Herstellern Audi und BMW weitergeht, steht in den Sternen. Doch Berger, der seinen Job als neuer DTM-Chef erst vor wenigen Monaten angetreten hat, ist nicht bange vor der Zukunft. Der Österreicher sieht es vielmehr als Herausforderung, die Zukunft der deutschen Tourenwagenserie ab 2019 ohne die Teilnahme der Stuttgarter zu gestalten.

2018 gehe wie gewohnt über die Bühne, so Gerhard Berger: "Alle drei Hersteller sind wie gehabt dabei. Und ab 2019 waren wir sowieso gefordert, die DTM neu auszurichten, und daran arbeiten wir", sagt der DTM-Boss in der ARD. Für die Saison 2019 soll ein neues Reglement mit neuen Motoren eingeführt werden, und daran wird hinter den Kulissen gefeilt."Wir wissen, wie stark diese Plattform ist."

Allerdings haben nach Informationen des Portals "www.motorsport-total.com" bereits mehrere Hersteller der DTM eine Absage erteilt, darunter Opel, Ford und Volvo. Spekulationen zufolge soll allerdings Toyota mit seiner Tochter Lexus zumindest über ein mögliches DTM-Engagement nachdenken. Auch BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt sieht potenzielle DTM-Einsteiger wohl eher in Asien als in Europa. "Wir müssen mit unseren japanischen Kollegen reden, weil sie schon Autos haben, die unseren sehr ähnlich sind." Man müsse jetzt mit interessierten Herstellern darüber sprechen, wie ein Szenario nach 2018 aussehen kann und welche Bedingungen ein oder mehrere neue Hersteller stellen. Marquardt: "Je mehr Hersteller dabei sind, umso stabiler wird die Serie."

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