Umwelt & Eco

Bosch auf der IAA - Autofahren ohne Stress

  • In UMWELT & ECO
  • 13. September 2017, 11:25 Uhr
  • Max Friedhoff/SP-X
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Bosch zeigt auf der IAA viele Ideen für vernetzte Fahrzeuge Foto: Bosch

Die Elektromobilität ist eine, aber längst nicht die einzige Idee, wie der Autoverkehr in eine emissionsarme Zukunft geführt werden kann. Zulieferer Bosch stellt auf der IAA Pläne vor, die zudem noch Stress abbauen sollen.

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Eine unfall-, stress- und emissionsfreie Zukunft: So stellt sich Bosch den Straßenverkehr von morgen vor. Dabei arbeitet der Stuttgarter Zulieferer an ganz unterschiedlichen Mobilitätskonzepten - von Bremsscheiben ohne Bremsstaub bis zum autonomen Parken.
 
Als einen neuen Trend hat Bosch die ,,Light Electromobility" ausgemacht, also die Elektrifizierung kleinerer Fahrzeuge, wie die frisch aufgelegte Elektro-Version des Mofa-Klassikers ,,Schwalbe" oder elektrische Rikschas, die in Asien immer größeren Anklang finden. Für diese Kurzstrecken-Spezialisten bieten die Stuttgarter ein Baukastensystem, das aus 48-Volt-Batterie, Steuergerät, Display, E-Motor, App und Lademöglichkeit besteht. Dank der Variabilität des Systems lässt sich dieses auf Fahrzeuge mit zwei, drei oder vier Rädern adaptieren. Der unkomplizierte Ansatz soll es neuen Mobilitätsanbietern möglich machen, relativ kurzfristig - binnen zwölf bis 18 Monaten - ein neues Fahrzeug auf den Markt zu bringen. Bis 2020 will Bosch so an der Produktion von 100 Millionen leichten E-Fahrzeugen beteiligt sein.
 
Aber auch die klassischen Verbrenner haben die Stuttgarter längst nicht abgeschrieben. So sollen beispielsweise synthetische Kraftstoffe zu einem praktisch emissionsfreien und CO2-neutralen Verkehr beitragen. Außerdem will Bosch die Feinstaubbelastung, die vor allem durch Bremsen- und Reifenabrieb entsteht, mit der nun serienreifen ,,iDisc" reduzieren. Dabei handelt es sich um eine Bremsscheibe mit Hartmetallbeschichtung, die 90 Prozent weniger Bremsstaub freisetzen soll als herkömmliche Scheiben. Das Produkt kommt 2018 auf den Markt.

Um den Verkehr zu verflüssigen, zu verlagern und zu viel davon zu vermeiden, arbeitet Bosch an der Vernetzung als Schritt zur Mobilität von morgen. Gemeinsam mit Daimler plant der Automobilzulieferer ab Anfang der nächsten Dekade hochautomatisierte Carsharing-Flotten auf städtische Straßen zu schicken, um damit den Verkehrsfluss zu verbessern und zu mehr Sicherheit beizutragen. Die Verbindung mit dem Internet macht das eigene Auto aber auch zum persönlichen Assistenten: Es erledigt beispielsweise den Werkstattbesuch digital, mit einem kabellosen Software-Update ,,over-the-air".
 
Auch das automatisierte Fahren steht auf der Agenda des Zulieferers. Hier steht das autonome Parken schon in den Startlöchern: Ab Anfang 2018 suchen sich Autos im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart fahrerlos einen Parkplatz und parken ein. Das soll nicht nur Stress reduzieren, sondern auch 20 Prozent mehr Parkraum schaffen.

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