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Ausstellungsstücke in Trendfarbe - Die IAA sieht rot

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  • 13. September 2017, 12:10 Uhr
  • Michael Gebhardt/SP-X
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Borgward BX5 Foto: SP-X/Matthias Knödler

Alle paar Jahre entdecken einzelne Hersteller eine neue Lieblingsfarbe für sich, und es dauert nicht lange, bis andere auf diesen Trend aufspringen. Aktuell hoch im Kurs sind rote Autos, wie ein Rundgang über die IAA zeigt.

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Wer sich früher für ein rotes Auto entschied, hatte oft nicht lange Freude daran. Häufig hat die Sonne den ab Werk strahlenden Farben heftig zugesetzt, und nicht wenige Gebrauchte warten mehr stumpf als glänzend auf den Höfen der Händler auf einen Käufer. Dass das Sonnenlicht die rötlichen Farben stärker angreift, als andere, liegt an der Physik; die Farbpigmente waren damals nicht stabil genug gegen UV-Strahlung. Heutzutage ist das alles zum Glück kein Problem mehr, allein der inzwischen übliche Klarlack verhindert größeren Schaden. Bis die Hersteller Rot wieder als Trendfarbe entdeckt haben, dauerte es allerdings ein wenig - inzwischen aber ist das knallige Bunt nicht mehr wegzudenken, wie ein Rundgang über die aktuelle IAA zeigt.
 
Mazda CX-5
Mazda hat Rot als einer der ersten für sich entdeckt, und zeigt schon seit einiger Zeit oft seine komplette Flotte auf Messen in ein und derselben Farbe: einem dunklen Tiefrot. Daran halten sich die Japaner auch auf der IAA 2017. Wenn schon kein Modell Premiere feiert, dann soll wenigstens die gesamte Familie einheitlich auftreten - vom kecken Roadster MX-5 bis zum neusten Mitglied, dem SUV CX-5.
 
VW I.D. Crozz
Auch VW hat zum Farbeimer gegriffen, und die Studie I.D. Crozz, die schon auf der Automesse in Shanghai im Frühjahr zu sehen war, umlackiert. Statt in kühlem Silber erstrahlt der autonom fahrende Stromer jetzt in Rot auf dem Messestand. Ansonsten hat sich nicht viel geändert, die Front wurde etwas überarbeitet, die autonomen Funktionen können jetzt per Sprache bedient werden. Der E-Antrieb mit 225 kW/306 PS verteilt auf zwei Motoren bleibt gleich.
 
Skoda Karoq
Die VW-Tochter setzt den neuen Karoq in der Farbe der Liebe in Szene. Der kleine Bruder des Kodiaqs wirkt deutlich gefälliger als der Yeti, den er trotz des neuen Namens beerbt. Allerdings ist das SUV auch ein gutes Stück gewachsen, misst jetzt 4,38 Meter. Vorteil: Der Kofferraum schluckt nun bis zu 1.810 Liter. An den Start rollt der rote Tscheche ab 24.290 Euro.
 
Hyundai Kona 
Noch ein rotes SUV: Hyundai bietet seinen neuen, kleinen Hochsitz Kona in vielen knalligen Farben an und hat auch ein sattes Rot im Angebot. Schade nur, dass das Cockpit nicht wirklich zu dem durchgestylten Äußeren passt: Innen kommt der Kona eher altbacken daher. Anders als das Schwestermodell Kia Stonic fährt der Hyundai mit Allradantrieb vor und kann sich damit auch mal vom Asphalt runter trauen.
 
Kia Proceed
Nur wenige Meter neben dem Messegelände, in Kias Frankfurter Design-Zentrum, ist die Studie Proceed entstanden, für die der Chef-Kreative Peter Schreyer ebenfalls einen tiefen, satten Rot-Ton rausgesucht hat. Obwohl das Concept Car auf den ersten Blick anmutet wie eine Sportback-Version des neuen Stinger, soll der Kompaktsportler einen Ausblick auf die kommende Ceed-Generation geben. Klar, dass auch bei diesem Kia die klassische Tigernase nicht fehlen darf. 
 
Ferrari Portofino
Kaum eine andere Marke verbinden Fans so stark mit der Farbe Rot wie Ferrari. Kein Wunder also, dass auch der neue Portofino alle anderen Modelle am Strand leuchtend überstrahlt. Der Viersitzer mit Klappdach ersetzt den California T, bleibt dem technischen Konzept aber treu: Frontmotor und Heckantrieb. Auch der Motor ist bekannt, allerdings legt der 3,9-Liter-V8 im Portofino um 40 PS auf  442 kW/600 PS zu. Null auf 100 schafft der Sportler in 3,5 Sekunden.
 
 
Maserati Ghibli
Was Ferrari kann, kann die Schwestermarke Maserati natürlich auch. Sie bringt die Mittelklasse-Limousine Ghibli knallrot mit nach Frankfurt. Zwar hat die überarbeitete Version ihre Premiere offiziell schon in China gefeiert, doch werden sich auch am Main viele Fans auf den aufgefrischten Italiener freuen. Neben etwas mehr PS und leicht modifizierten Schürzen zählen vor allem LED-Scheinwerfer und neue Assistenten (bis hin zum Highway-Assistenten) zu den Highlights des Facelifts.
 
Wey XEV
Wey ist die Premium-Marke des China-Giganten Great Wall Motors und will über kurz oder lang auch in Europa Fuß fassen. Und auch wenn der bordeauxrote XEV noch weit von der Serie entfernt ist, macht er mit seinem kecken Bürzel doch schon einiges her. Natürlich fährt die Studie autonom und elektrisch, und das Aufladen soll dank Matrix-Chargings ganz einfach sein: Hält der Wagen über der Lade-Platte, verbindet sich das Auto mit einer Art Saugrüssel mit der Energie-Quelle. Das punktgenau Halten über einem Induktionsfeld ist damit überflüssig. 
 
 
Borgward BX5
Nicht nur Wey will aus dem Reich der Mitte nach Europa kommen, auch Borgward strebt einen Start in seiner alten Heimat an. Der ehemals Bremer Autobauer ist seit einiger Zeit in chinesischer Hand und hat dort die Modelle BX7 und BX5 bereits erfolgreich eingeführt. Ersterer wird auch bei uns noch dieses Jahr erhältlich sein, und zwar bei Sixt. Der knallrote BX5 soll bald folgen.
 
 
Opel Grandland X
Opel reitet auf der SUV-Welle: Nach Mokka X und Crossland X steht nun der Grandland X in den Startlöchern. Mit gut 20 Zentimetern mehr Länge ist der Grandland spürbar geräumiger als seine Brüder - und übertrifft auch den Skoda Karoq um zehn Zentimeter. Preislich bleibt er mit 23.700 Euro allerdings etwas unter dem Tschechen. Wie gewohnt wartet auch dieser in rot ausgestellte Opel mit Oberklasse-Extras auf: LED-Licht, Online-Zugang und orthopädische Sitze sind unter anderem im Angebot. Nicht erhältlich ist dagegen Allradantrieb, eine Traktionskontrolle muss ausreichen.
 

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