Technik

Toyota Advanced Technologies: Der Zukunft auf den Fersen

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mid Zaventem - die Fahrt mit einem präparierten Lexus - Toyotas Nobelmarke - macht deutlich, wie weit die Forschung bereits ist: Das Fahrzeug kann autonom fahren. Jutta Bernhard / mid

'Towards zero accidents': Unfallfreies Fahren heißt die Mission, die sich Toyota auf die Flagge geschrieben hat. Dafür bündelt der japanische Autobauer eigene Kräfte und holt sich von außen Hilfe - denn je schneller die Entwicklung voranschreitet, desto sicherer werden unsere Straßen.

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"Towards zero accidents": Unfallfreies Fahren, heißt die Mission, die sich Toyota auf die Flagge geschrieben hat. Dafür bündelt der japanische Autobauer eigene Kräfte und holt sich von außen Hilfe - denn je schneller die Entwicklung voranschreitet, desto sicherer werden unsere Straßen.

Es sind große Zukunftspläne, die Toyota für die Sicherheit im Automobil und für die Unfallvermeidung schmiedet. Dr. Gill Pratt, CEO vom Toyota Research Institute, das im Januar 2016 im kalifornischen Silicon Valley gegründet wurde und mit rund 200 Mitarbeitern arbeitet, macht klar, was das Zünglein an der Waage ist beim automatisierten Fahren: künstliche Intelligenz (AI) und Robotertechnik. In diesen Bereichen arbeitet das hauseigene Institut auch mit Universitäten in Europa zusammen, um noch mehr Fachkompetenz zu bündeln. Denn das Toyota Research Institute soll die Lücke zwischen Grundlagenforschung und Produktentwicklung schließen. Ziel ist es, durch die Beschleunigung von Forschung und Entwicklung zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beizutragen, und zwar nicht nur im Automobilsektor. "Wir wollen die Sicherheit erhöhen, indem wir die Wahrscheinlichkeit, dass ein Auto in einen Unfall verwickelt wird, immer weiter verringern", sagt Dr. Gill Pratt. Zudem wolle man Technik, die für die Mobilität auf den Straßen entwickelt wurde, auch so nutzbar machen, dass sie beispielsweise das Leben älterer Menschen verbessert.

92 Prozent aller Toyota-Fahrzeuge verfügen laut dem Hersteller bereits heute über den sogenannten "Advanced Driving Assist", mit dem teilautonomes Fahren möglich ist, etwa beim automatischen Spurwechsel auf der Autobahn. Bis zum Beginn der 2020er Jahre soll sich noch viel tun, Toyota will dann auf öffentlichen Straßen autonom fahren können. Um diese Herausforderung zu meistern, schrubben die Ingenieure und Techniker Millionen von Kilometern und simulieren alltägliche Verkehrssituationen, um die Sicherheit in Zukunft auch tatsächlich zu gewährleisten. Zero accidents, null Unfälle - so lautet die selbst auferlegte Aufgabenstellung. Um die Probleme zu lösen kooperiert Toyota auch mit unterschiedlichen Start-Ups im Bereich Computer und Cloud. So sollen Technik und Datenmengen kontrollierbarer werden, Schritt für Schritt. Wie damals, als es im Jahr 1905 exakt ein Automobil auf den Straßen von New York City gab. 1913 sah das schon ganz anders aus. Da fanden sich hunderte Autos auf den gleichen Straßen. So soll es mit der Entwicklung des unfallfreien Fahrens auch vorwärts gehen.

Wie weit Toyota ist, zeigt eine erste Kostprobe. In einem präparierten Lexus - Toyotas Nobelmarke - wird deutlich, wie weit die Forschung bereits ist: Das Fahrzeug fährt auf Wunsch autonom. Der aktuelle Toyota Prius kann vollkommen selbstständig eine Vollbremsung hinlegen und Hindernissen ausweichen, wenn der Fahrer, oder vielmehr der Mitfahrer, nicht oder zu spät reagiert. Die Zukunft ist bei den Japanern greifbar.

Jutta Bernhard / mid

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