Recht

Karneval: Keine Närrischkeit am Steuer

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mid Groß-Gerau - Es ist wieder Karnevalszeit. Ausgelassenes Feiern gehört zwar zur närrischen Zeit dazu, hat aber hinterm Steuer absolut nichts verloren. DVR

Die Karnevalszeit wird wieder eingeläutet. Traditionsgemäß geht es am 11.11. auch pünktlich feuchtfröhlich daher. Daran ist prinzipiell auch überhaupt nichts auszusetzen, allerdings erinnert der TÜV Thüringen daran, dass angetrunkene Narren hinterm Steuer nichts zu suchen haben.

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Die Karnevalszeit wird wieder eingeläutet. Traditionsgemäß geht es am 11.11. auch pünktlich feuchtfröhlich daher. Daran ist prinzipiell auch überhaupt nichts auszusetzen, allerdings erinnert der TÜV Thüringen daran, dass angetrunkene Narren hinterm Steuer nichts zu suchen haben. Die Unfallgefahr steigt und damit auch das Risiko, sich selbst und andere in Lebensgefahr zu versetzen.

Viele Suff-Fahrer reden sich ihre Lage vor der Fahrt noch schön. "Trinkmenge, Trinkgeschwindigkeit und Trinkdauer werden in der Regel falsch eingeschätzt, sodass Autofahrer ihren Promillewert auch nur schwer oder gar nicht abwägen können", weiß der Verkehrspsychologe Dr. Don DeVol vom TÜV Thüringen.

2016 waren 47 Prozent der MPU-Gutachten auf Alkoholfahrten zurückzuführen, meldet die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). "Bezüglich der Unfallschwere belegt die Statistik, dass die Folgen von Unfällen unter Alkoholeinfluss überdurchschnittlich schwerwiegend sind", führt der Psychologe weiter aus. "Bekannt ist, dass das Unfallrisiko ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille rund 10-mal höher ist, als bei einem nüchternen Fahrer. Im Sinne der Rechtsprechung sind Fahrer mit einer solchen Blutalkoholkonzentration absolut fahruntüchtig." Oft ist mit der richtigen Planung das schlimmste Problem leicht zu vermeiden. Wer bei den Feierlichkeiten nicht auf Alkohol verzichten möchte, sucht sich eine nüchterne Mitfahrgelegenheit oder greift auf Taxi oder öffentliche Verkehrsmittel zurück.

Übrigens gilt hinterm Steuer auch gewissermaßen Kostüm-Verbot. Zumindest, wenn die Verkleidung die Fahrtüchtigkeit einschränkt. Die Bewegungsfreiheit darf nicht beschränkt werden. Absolut tabu sind Masken, denn sie behindern die Sicht und unter Umständen auch das Gehör. In diesem Sinne: Helau und Alaaf!

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