Motorsport

Formel-E-Auftakt: Es knistert in Hong Kong

img
mid Groß-Gerau - Klassen-Primus: Der Brasilianer Lucas di Grassi geht im Audi e-tron FE04 in der neuen Formel-E-Saison mit der Nummer eins des Titelverteidigers an den Start. Audi

Kaum hat die dröhnende Formel 1 ihre Saison beendet, startet die Formel E nahezu lautlos durch. Die Serie mit rein elektrisch angetriebenen Rennautos eröffnet ihre spannende Welttournee mit zwei Rennen in Hong Kong. Mit dabei ist das Abt-Team, zusammen mit den Partnern Audi und Schaeffler. Für den einzigen deutschen Rennstall ist es ein Aufbruch in eine neue Ära.

Anzeige


Kaum hat die dröhnende Formel 1 ihre Saison beendet, startet die Formel E nahezu lautlos durch. Die Serie mit rein elektrisch angetriebenen Rennautos eröffnet ihre spannende Welttournee mit zwei Rennen in Hong Kong. Mit dabei ist das Abt-Team, zusammen mit den Partnern Audi und Schaeffler. Für den einzigen deutschen Rennstall ist es ein Aufbruch in eine neue Ära. Denn zum ersten Mal ist Audi als Werksteam mit einem vollelektrischen Rennauto im Motorsport im Einsatz.

Auch im neuen Audi e-tron FE04 steckt wieder Technik "Made by Schaeffler". Gemeinsam mit Audi entwickelten Ingenieure des Technologiekonzerns das Herz des Fahrzeugs: die Kombination aus Motor und Getriebe. Am Steuer der beiden Audi e-tron FE04 vertraut das Team erneut Lucas di Grassi und Daniel Abt. Es gibt ja auch gar keinen Grund für Änderungen, schließlich hat der Brasilianer Lucas di Grassi in der abgelaufenen Saison den Fahrer-Titel gewonnen. Die wichtige Hersteller-Krone eroberte allerdings der Rivale Renault. Das soll sich jetzt mit der Werks-Unterstützung aus Ingolstadt ändern. Für das Team Audi Sport Abt Schaeffler wären beide Titel sicher die Krönung.

Entsprechend hoch ist der Pulsschlag bei den Verantwortlichen - und er steigt stündlich. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen; es wird Zeit, dass es endlich losgeht. Alle sind bereit für die erste Ausfahrt in Hong Kong. In der einstigen britischen Kronkolonie werden die Karten auf den Tisch gelegt. Die Zeit des Taktierens ist vorbei, alle Teams müssen Farbe bekennen. "Die vergangenen Wochen waren für die ganze Mannschaft intensiv und aufregend ", sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass.

Insgesamt vier Boliden hat das Team wochenlang akribisch auf die neue Saison vorbereitet. Dazu standen unter anderen noch Computer-Simulationen der verschiedensten Strategien und Situationen, Feinschliff bei allen Abläufen und die perfekte Vorbereitung der gesamten Ausrüstung auf dem Programm. "Jetzt freuen sich alle, dass es endlich an die Rennstrecke und wieder um Punkte und Pokale geht", so Dieter Gass.

Ein Novum gibt es ebenfalls: Zum ersten Mal beginnt eine Formel-E-Saison mit zwei Läufen an einem Wochenende. Samstag und Sonntag bekommen die Zuschauer jeweils Training, Qualifying und Rennen zu sehen. Inklusive der Zusatzpunkte für Pole Position und schnellste Rennrunde werden insgesamt 58 Zähler vergeben. "Wir wollen von der ersten Minute an perfekt aufgestellt sein und einen guten Start in die neue Saison erwischen", sagt Lucas di Grassi und schwärmt von Hong Kong: "Die Stadt ist großartig, die Fans enthusiastisch - das ganze Event ist ein fantastisches Spektakel."

Was gibt es über die Rennstrecke zu sagen? Der Kurs ist exakt 1,860 Kilometer lang und verläuft entlang der Hafenfront mit dem berühmten Riesenrad. Die Piste führt über sonst öffentliche Straßen und hat eine lange Gerade, die eine gute Überholmöglichkeit bietet. Im Anschluss folgt ein technisch anspruchsvoller Part mit vielen engen Kurven. Eine zusätzliche Herausforderung ist laut Audi die Oberfläche der Strecke: Sie ändert sich im Verlauf von Asphalt zu Beton.

Daniel Abt kann den Start kaum erwarten: "Wir haben hart gearbeitet - bei Testfahrten auf der Strecke, im Simulator und bei der Vorbereitung mit den Ingenieuren. Natürlich wissen wir erst in Hongkong, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen." Während Teamkollege Lucas Di Grassi mit der Startnummer eins des Meisters in die Rennen startet, hält Abt an seinen Glückszahl 66 auf dem Auto fest. Außerdem feiert der Rennfahrer in Hong Kong seinen 25. Geburtstag. Da kann er sich mit einem Sieg natürlich selbst das schönste Geschenk machen.

Ralf Loweg / mid

STARTSEITE

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.