Neuheit

Alle auf dem Ego-Trip? Warum SUVs mit Konsumkritik kollidieren

  • In AUTO
  • 14. Februar 2018
  • Redaktion
img
mid Groß-Gerau - Skoda Vision X: Die Urban-Crossover-Studie feiert Weltpremiere auf dem Genfer Autosalon 2018. Skoda

Anzeige

SUVs machten im Oktober 2017 etwa ein Viertel der Neuzulassungen aller Wagen in Deutschland aus. Das ist eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass die zivilen Panzer nicht eben kostengünstig sind. Rational gesehen spricht eigentlich alles gegen die großen Kraftfahrzeuge: Sie sind teuer in Anschaffung und Unterhalt, in den Städten unpraktisch, und sie bieten nicht einmal Vorteile in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Alles nur Sicherheit und Komfort?

Es gibt tatsächlich ein paar Argumente, die für den SUV sprechen. Erst einmal sitzt man in dem Offroader höher und hat so eine bessere Übersicht über die heutzutage zugegebenermaßen oft chaotische Verkehrslage. Das funktioniert aber nur, solange alle anderen auf der Straße kleinere Wagen fahren. Sitzt man inmitten von SUVs in einem SUV, sieht man genauso viel oder wenig wie in einem Kleinwagen inmitten von anderen Kleinwagen. Es ist also eher ein Argument der Art "wenn alle SUV fahren, ist das für mich auch sicherer". Und das ist auch schon das zweite Argument: Sind SUVs an einem Unfall beteiligt, geht das für die Insassen der anderen beteiligten Fahrzeuge beziehungsweise die Fussgänger/-innen und Radfahrer/-innen meist nicht gut aus. SUV-Fahrer/-innen dagegen bleiben oft unverletzt oder kommen mit Bagatellverletzungen davon. Fahren nun plötzlich viele SUVs durch die deutschen Städte, ist es eine Frage der Sicherheit, selbst einen solchen Wagen zu fahren.

Das letzte Argument betrifft den Komfort. Der hohe Einstieg der SUVs ist insbesondere bei älteren Menschen beliebt. Denn wenn die Beweglichkeit eingeschränkt ist, kommt man aus normal tiefen Autos nicht mehr gut heraus. Der hohe Einstieg erleichtert die Mobilität im Alter, gerade bei solchen Menschen, die nur noch eingeschränkt laufen können.

Psychologie spielt auch eine Rolle

Wer in einem SUV sitzt, fühlt sich in dem hohen Fahrzeug sicherer. Der SUV gibt ein Gefühl von Macht, Übersicht und damit auch Sicherheit. Und er schottet ab: Die Welt da draußen kann einem nichts anhaben. Die Liebe zum SUV kann laut Psychologen als Ausdruck einer zunehmenden Unsicherheit gesehen werden.

Dazu kommt, dass sich jeder gerne das leisten will, was Nachbar Müller auch hat. Sieht man in den Städten zunehmend SUVs, verstärkt sich der Effekt, denn dann wollen die, die noch keinen haben, auch einen fahren. Der Herdentrieb und der Wunsch, auf keinen Fall aufzufallen, darf nicht unterschätzt werden. Neugierig geworden? www.suv-cars.de bietet mehr Informationen.

STARTSEITE