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Ratgeber: Altfahrzeugentsorgung - Schrottautos müssen nicht wertlos sein

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Schrottautos müssen nicht wertlos sein Foto: Mario Hommen / SP-X

Das Autohaus will die alte Rostlaube nicht in Zahlung nehmen und selbst der Fähnchenhändler um die Ecke hat abgewunken? Wie man die Klapperkiste endlich loswird, steht hier.

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Mancher Fahrzeugwechsel geht mit dem Problem einher: Wohin mit dem alten Auto? Handelt es sich um einen Sanierungsfall ohne TÜV, bleibt oftmals nur der Weg der Entsorgung. Aber auch wenn sich zunächst keiner mehr für die alte Karre zu interessieren scheint, kann man unter Umständen noch etwas Geld für die Rostlaube rausschlagen - oder sie zumindest kostenfrei los werden.
Am einfachsten ist es natürlich, wenn man sein neues Fahrzeug beim Händler kauft und dort den Gebrauchten in Zahlung geben kann. Doch in der Regel sind betagtere Autos für Händler uninteressant. Doch selbst für eigentlich hoffnungslose Fälle ohne TÜV gibt es manchmal noch einen Markt. Wer Zeit und Nerven hat, kann versuchen, das Altfahrzeug für einen überschaubaren dreistelligen Betrag im Internet zu inserieren. Manche Typen können durchaus noch auf Interesse stoßen und zum Teil überraschend hohe Preise erzielen. Auf dreiste Versuche von Interessenten, die den Wunschpreis deutlich drücken wollen, sollte man sich nicht immer sofort einlassen. Wer das Maximale rausschlagen will, muss allerdings bereit sein, sich auf zum Teile unerfreuliche Telefonate von oftmals windig erscheinenden Interessenten einzulassen.
Wer dieses umständliche Prozedere vermeiden will, kann auch einfach die kostenlose Altfahrzeug-Rücknahme der Hersteller in Anspruch nehmen. Seit 2007 sind sie und auch die Importeure gesetzlich dazu verpflichtet, Autos ihrer Marken anzunehmen. Auf den Internetseiten der Autobauer finden sich in der Regel entsprechende Hinweise zur Abwicklung. Man kann auch direkt bei einem Vertragshändler fragen, ob er die Entsorgung übernimmt. Die Rücknahme ist übrigens für den Autobesitzer kostenlos. Im Gegenzug wird man vom Hersteller für diesen Service aber auch kein Geld bekommen.
Eine weitere Variante mit Aussicht auf kleines Geld bieten schließlich noch klassische Autoverwerter. Wer diesen Weg gehen will, informiert sich im Netz über die entsprechenden Betriebe in seiner Region. Es kann sich lohnen, bei mehreren Schrotthändlern nachzufragen, welcher Preis für das Fahrzeug gezahlt wird. Oft hängt hier der Erlös vom Fahrzeugtyp, dem Zustand begehrter Teile, aber auch vom Verhandlungsgeschick ab. Die Formalitäten erledigen die Betriebe meist selbst, einige bieten sogar eine Abholung an, sollte der Wagen nicht mehr zugelassen sein.

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