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Cabrio-Neuzulassungen - Lichtblick in der Krise

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Als einer der wenigen Hersteller diesseits der Premium- und Luxusklasse leistet sich Opel mit dem Cascada noch ein Cabrio Foto: Opel

Die Cabrio-Neuzulassungen haben sich wieder stabil oberhalb von 80.000 Einheiten eingependelt. Vom Niveau der Vergangenheit sind die Oben-Ohne-Mobile aber noch weit entfernt.

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Das Cabrio hat seine tiefste Krise überwunden. Nach Jahren des Rückgangs sind die Neuzulassungszahlen 2017 laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erstmals wieder gestiegen, wenn auch nur leicht von 83.107 auf 83.598 Einheiten. Den Tiefpunkt hatte die Nachfrage 2015 erreicht, als lediglich knapp 76.000 Fahrzeuge neu auf die Straße kamen.

Noch Ende des vergangenen Jahrzehnts lag die Zahl der Cabrio-Neuzulassungen im sechsstelligen Bereich. 2008 etwa registrierte das KBA 131.329 neue Oben-Ohne-Pkw - bei einem um rund 100.000 Autos kleineren Gesamtmarkt. Der langsame Rückgang der Cabrio-Zulassungen ist kein deutsches Phänomen. Auch weltweit hat das Segment seit Jahren mit sinkender Nachfrage zu kämpfen. In der Konsequenz haben zuletzt viele Hersteller ihre Cabrio-Baureihen eingestellt oder nicht mehr erneuert.

Auch in Deutschland schrumpft das Angebot. Jüngst hat VW angekündigt, den offenen Beetle zum Sommer aus dem Programm zu nehmen. In den meisten Kompakt- und Mittelklassebaureihen sind die Cabrio-Varianten spätestens beim letzten Modellwechsel aus dem Programm geflogen. Als einer der wenigen Hersteller diesseits der Premium- und  Luxusklasse leistet sich Opel mit dem Cascada noch ein Cabrio - einen Nachfolger wird es aber wohl nicht mehr geben. Immerhin erhält im laufenden Jahr das Mini Cabrio ein Lifting und könnte so zur Stabilisierung des deutschen Oben-Ohne-Markts beitragen.

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