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Sonst noch was? - Immer schön positiv

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  • 15. April 2018, 12:40 Uhr
  • Günter Weigel/SP-X
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snw Foto: sps

Die Welt ist in Bewegung und ständig gibt es große und kleine Veränderungen. Eine große beherrschte dieser Tage die Medien, darüber wollen wir aber kleine positive Dinge nicht vergessen.

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Wenn der Branchenführer führendes Personal wechselt, erbebt die Medienwelt. Es wird wild getickert und die Auguren versuchen zu deuten, was zwischen den Zeilen eigentlich noch stehen müsste. Die Kommentarspalten füllen sich fast von selbst und fast jeder hat eine Meinung oder eine Prognose, manchmal auch beides. Paradiesische Zustände für Berichterstatter und Insiderinformationen werden hoch gehandelt.
Nun kann aber der FC Bayern nicht ständig einen neuen Trainer vorstellen, eigentlich genügt dieses Prozedere einmal alle drei Jahre. Und mit Autos hat das auch nichts zu tun, sieht man einmal davon ab, dass Audi neue Rekordmeisterdienstwagen zur nächsten Saison bereitstellen darf, während in Wolfsburg, so liest man, auch der Aufsichtsrat des VfL geändert wird. Gut, in der Provinz nordöstlich von Hannover kann man schon mal das Führungspersonal tauschen, ohne dass sich die Medien überschlagen. Weshalb wir dazu auch hier weiter nichts mehr sagen, respektive schreiben wollen.
Wenden wir uns vergnüglicheren Themen der Woche zu. Fast jedes zweite weltweite Patent beim vernetzten und automatisierten Fahren kommt von der deutschen Automobilindustrie, meldete der VDA. Damit die Zahl der Innovationen weiter steigt, wollen Hersteller und Zulieferer in den kommenden drei bis vier Jahren weitere 18 Milliarden Euro in die Zukunftstechnik investieren. Das klingt doch schon mal positiv und damit grundsätzlich erfreulich.
Schön fanden wir auch die Meldung, dass Europa massiv den Ausbau von Elektromobilität fördert. Ganz Europa? Nein, ein mittelgroßes, etwas rückständig regiertes Land im Nordosten setzt lieber auf Kohlestrom und verzichtet auf jegliche Förderung von E-Mobilen. Naja, in Sachen Automobilbau war Polen noch nie ganz vorne dabei.
Dabei kann man Strom und Auto auf vielfältige Art zusammenbringen. Smart beispielsweise hat gerade für die Mailänder Möbelmesse einen Fortwo zum DJ-Einsatzwagen ausgebaut nebst Technik zur Bedienung einer mobilen Hebebühne mit DJ-Pult und Lichteffekten. Die Italiener können eben feiern - auch beim Möbelgucken. Wobei just die Möbelmesse ja schon seit Jahren als Inspirationsquell für Autodesigner aus aller Herren Länder dient. Und weil man zeigen will, was dabei herausgekommen ist, werden neuerdings eben auch Fahrzeuge auf einer Möbelmesse präsentiert.
Das ist ja eigentlich auch logisch. Im Auto der Zukunft lassen wir uns fahren und genießen die Lounge-Atmosphäre des neu und anders gestalteten Innenraums. Die dazu nötige Technik wird auf der CES oder der Cebit präsentiert. Automessen braucht man genauso wenig wie klassische Händler oder Werkstätten. Bestellt wird online, ausgeliefert von DHL. Oder so ähnlich. Die neuen prächtigen Showrooms in den Fußgängerzonen zeigen ja auch kaum ein Fahrzeug. Sie sollen eigentlich nur Markenimage transportieren. Wahrscheinlich wetteifern demnächst die Premiummarken um die besten Barristas der Stadt. Schöne neue Autowelt.
Wir sind gespannt, wie sich das entwickeln wird, prophezeien aber schon mal, dass es so dann doch nicht sein wird. Auch, weil nicht jedes Land über genügend schicke Fußgängerzonen verfügt und längst noch nicht überall jedes Auto fahren kann. Zu den schönen oder zumindest sehr interessanten Meldungen der Woche gehörte für uns übrigens die Nachricht, dass der fünfgrößte Abnehmer für Automobile aus der EU neuerdings Nigeria ist. Afrika schlägt Russland. Wenn das mal kein überraschendes Ergebnis ist. Sonst noch was? Nächste Woche wieder.
 

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