Kultur

Rennfahrer blicken in Kamera des Star-Fotografen

  • In MOTORSPORT
  • 3. Mai 2018, 13:30 Uhr
  • Lars Wallerang
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mid Groß-Gerau - Der in New York lebende Münchner Martin Schoeller vor seinem berühmten George-Clooney-Porträt. Porsche

Sechs berühmte Porsche-Fahrer standen dem New Yorker Starfotografen Martin Schoeller Modell. Porsche hat das Projekt in Gang gesetzt. Im nederlands fotomuseum' sind die prämierten Fahrer-Porträts zu bewundern.

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Sechs Rennfahrer standen dem New Yorker Star-Fotografen Martin Schoeller Modell. Porsche hat das Projekt in Gang gesetzt. Im nederlands fotomuseum" sind die prämierten Fahrer-Porträts zu bewundern. Schoeller ist Deutscher, lebt und arbeitet aber im Big Apple.

Teil der Ausstellung sind unter anderem Schoellers mehrfach ausgezeichnete Porträts von sechs Porsche LMP1-Fahrern, die 2016 während des 6-Stunden-Rennens am Nürburgring entstanden sind. Die Kooperation mit Martin Schoeller anlässlich der Ausstellung "Big Heads" ist der Startschuss für eine Partnerschaft zwischen Porsche und dem Star-Fotografen.

Schoeller gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Porträt-Fotografen. 1968 in München geboren, begann er seine Karriere in New York bei Annie Leibovitz. Seine Porträts von Barack Obama, Angelina Jolie, Jack Nicholson, Angela Merkel oder George Clooney haben bereits heute Kultstatus. Schoellers Markenzeichen sind extreme Close-Ups. Dabei werden die Gesichter mit weichem Neonlicht ausgeleuchtet und stets aus der gleichen Perspektive fotografiert: frontal und leicht von unten.

Während des 6-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring porträtierte der Fotograf alle sechs LMP1-Fahrer von Porsche. Mark Webber, Neel Jani, Brendon Hartley, Marc Lieb, Timo Bernhard und Romain Dumas kamen für die Fotoaktion unmittelbar aus dem Cockpit des Porsche 919 Hybrid-Rennwagen in Schoellers mobiles Fotostudio, das direkt neben der Porsche-Box aufgebaut war.

Noch mit Helm und Sturmhaube bekleidet, nahmen die Fahrer auf dem Hocker hinter dem schwarzen Vorhang des Ministudios Platz. Erst dort nahmen sie den Helm ab und blickten direkt in die Kamera. Ziel der Fotoaktion war das Einfangen der "ehrlichen Sekunde": Schoellers Porträts zeigen unmittelbar jene Spuren, welche die Anstrengung des Rennens, die extreme Konzentration und das Adrenalin in die Gesichter der Fahrer gezeichnet hat.

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