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Porsche Cayenne E-Hybrid - Kraft der zwei Herzen

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  • 15. Mai 2018, 10:21 Uhr
  • Peter Maahn/SP-X
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Der neue Porsche Cayenne E-Hybrid Foto: Porsche

Der neue Porsche Cayenne E-Hybrid soll mit mehr elektrischer Reichweite, frischen Luxusextras und mehr Kraft neue Maßstäbe in der 100.000-Euro-SUV-Liga setzen.

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Bei der Entwicklung der neuen Hybrid-Version des Cayenne stand nicht der geringere Verbrauch des Doppelherz-SUV im Vordergrund. ,,Leistungsorientierte Hybridstrategie" nennt Porsche das Bestreben, die zusätzliche Kraft eines Elektromotors zum Wohle der traditionell PS-hungrigen Kundschaft zu nutzen. Der Stromschub kommt vor allem der Durchzugskraft zu Gute. 700 Newtonmeter stehen im Datenblatt. Damit liegt der ab 89.822 Euro erhältliche E-Hybrid nur 70 NM hinter dem fast 50.000 Euro teureren Flaggschiff der Cayenne-Familie mit seinem 4-Liter-Achtyzlinder und 404 kW/550 PS, dem ,,Turbo". Der Akku im E-Hybrid hat im Vergleich zum Vorgänger rund 43 Prozent an Power zugelegt.

Doch nicht nur die schiere Kraft stand im Aufgabenbuch der Entwickler. Kleines Beispiel: Fahrtstrecke 326 Kilometer, Benzinverbrauch 10,8 Liter im Schnitt, Durchschnittsgeschwindigkeit 88 km/h (inklusive Ortsdurchfahrten, kurvigen Landstraßen und auch ein wenig Autobahn). Die wichtigste Zahl: Auf 111 Kilometern war der Sechszylinder-Benziner im vorläufigen Ruhestand, der E-Motor war allein für den Vortrieb zuständig. Im Alltagsbetrieb daheim könnte so ein 462-PS-Hybrid auf den dann meist kurzen Strecken also richtig verträglich bewegt werden. Hilfreich ist dabei, dass der Cayenne auch das typische ,,Segeln" beherrscht. Wird der Gasfuß entlastet, koppelt sich der Benziner in Sekundenbruchteilen vom Antrieb ab und wird stillgelegt. Hier haben die Porsche-Tüftler perfekt gearbeitet.

Das gilt auch für das Zusammenspiel mit dem Navigationssystem. Der kluge Cayenne berechnet Fahrstil, Entfernung bis zum Ziel oder auch die Beschaffenheit des gerade befahrenen Geländes. Daraus ermittelt er die jeweils sinnvollste Antriebsart, ohne, dass ständig irgendwelche Knöpfe gedrückt werden müssen.

Natürlich spendiert Porsche seinem Stromer auch die vielen Segnungen, die die Preisliste bereithält. Die elektronische Fahrwerksregelung ist serienmäßig, gegen Aufpreis gibt es ein Head-Up-Display (erstmals bei Porsche) und fast alle bekannten Assistenzsysteme. Pfiffig ist dabei ein System, das entlang von Bordsteinen vor Berührungen warnt und so die teuren Alu-Räder vor unschönen Kratzern bewahren kann. Zu haben ist sind auch Helfer, die das Rückwärtsfahren mit Anhänger steuern oder beim Öffnen der Türen vor Verkehr von hinten warnen. Demnächst wird auch das ferngesteuerte Einparken per Smartphone-App möglich sein. Wohl kaum ein E-Hybrid wird mit dem Einstiegspreis von knapp 90.000 Euro den Besitzer wechseln. Gut 20.000 Euro werden noch dazu kommen, wenn man auch nur einem Teil der Verlockungen der Aufpreisliste erliegt.

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