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Sportmodelle von Renault - Vergangenheit, Gegenwart und Ausblick

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Die neue Alpine A110 Foto: Alpine

Wenn es um bezahlbare Sportwagen mit hohem Fahrspaßpotenzial geht, liegen die Autos von Renault und Alpine oft vorne. Das hat Tradition und wird fortgeschrieben.

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So richtig los ging es mit dem sportlichen Fahren im Hause Renault mit dem Renault 8 Gordini. 63 kW/86 PS, Einzelradaufhängung und Scheibenbremsen rundum waren 1968 schon eine Ansage. Doch nicht nur die charakteristischen weißen Streifen auf blauem Lack blieben der Sportabteilung von Renault bis in die Gegenwart erhalten, auch das Talent, normale Autos in wahre Sportskanonen zu verwandeln, ist den Franzosen bis heute nicht abhandengekommen. Egal ob Twingo, Clio oder Mégane: Sobald Renault Sport das begehrte ,,R.S."-Siegel auf den Kofferraumdeckel klebt, erntet die Truppe aus dem französischen Dieppe jede Menge Lob. Und auch beim Blick in die Vergangenheit bekommen Fans sportlicher Autos leuchtende Augen. Egal ob R5 Turbo, Renault 21, Clio V6 oder der extravagante Sport Spider - mindestens ein besonderes Exemplar für die flotte Landstraßenhatz hatten die Franzosen immer in Petto.

Besonders im Motorsport durften die flotten Kleinwagen R5 und Clio oder die größeren 21 Turbo und Laguna schon immer ihr besonderes Potenzial beweisen. Hier stehen legendäre Rennen im R5-Pokal, spektakuläre Auftritte in der Rallye-Weltmeisterschaft, harte Kämpfe in der BTCC oder beeindruckend große Starterfelder im modernen Clio-Cup auf der Haben-Seite. Das schlägt sich auch in der Entwicklung der Serienfahrzeuge nieder. Mit dem Mégane R.S. Trophy eröffnete Renault Sport quasi das Ringen um die Kompaktsportler-Krone auf der Nordschleife und der Clio 3 R.S. mit seinem Zweiliter-Sauger gilt schon jetzt als zukünftiger Klassiker, wie es ein R5 Turbo bereits ist. Etwas spezieller ist da schon der Clio V6, ein Mittelmotor-Kleinwagen, der tatsächlich auf einer gewöhnlichen Clio-Plattform basiert. Deutlich verbreitert und verlängert brachte der Fahrhilfen-freie Knaller viele Piloten um den Verstand - als sie sich bei zu beherztem Gaspedaleinsatz mal wieder um die eigene Achse drehten.

Mit Clio und Mégane hat Renault Sport auch aktuell noch zwei heiße R.S.-Eisen im Feuer. Zwar sind beide mittlerweile nur noch als Fünftürer zu haben, Spaß und Sport standen aber weiter ganz oben auf der Prioritätenliste der Entwickler. Im Clio geht es mit 162 kW/220 PS und Doppelkupplungsgetriebe schon flott voran, der Mégane setzt mit 206 kW/280 PS noch einen drauf. Von der für Ende dieses Jahres erwarteten ,,Trophy"-Version mal ganz zu schweigen ...

Doch wer bei Sportwagen von Renault nur an kleine gemeine Clio und Mégane denkt, der vergisst eines der extravagantesten Fahrzeuge der Firmengeschichte: den Sport Spider. Das Nahkampf-Baguette entstand Ende der 90er und war die französische Interpretation der Lotus Elise - nur noch etwas extremer. Mit einer Windschutzscheibe, die nur gegen Aufpreis zu haben war, ist der Sport Spider nämlich in etwa so alltagstauglich wie ein Hut aus Schokoladen-Soufflé. ABS, ESP oder Heizung? Fehlanzeige. Wenn Renault mal wieder Kapazitäten für einen Extremsportler hat, wir würden uns über einen Sport Spider 2 freuen. Gerne auch in einer größeren Auflage als der auf 1.600 Exemplare begrenzte Erstling.

Und dann gibt es ja auch noch Alpine. Als Jean Rédélé auf dem Pariser Autosalon im Herbst 1962 das Tuch von der A 110 Berlinette ,,Tour de France" zog, konnte der Rennfahrer wohl nur davon träumen, dass die Formensprache des kultigen Mittelmotorsportlers bis ins 21. Jahrhundert Fans in Verzückung bringen würde. Noch besser: Einer der bei den Kunden am heißesten erwartete Sportwagen dieses Jahres trägt neben der Silhouette der originalen A 110 auch wieder den legendären Namen und durfte sich bereits in diversen Testberichten feiern lassen.

Doch zwischen der A 110 von 1962, die übrigens nicht die erste sondern schon die dritte Alpine war (nach A 106 und A 108), und der Neuauflage von 2018, gab es noch zwei weitere Fahrzeuge, die zur Sportwagen-Geschichte der Firmen Renault und Alpine gehören: A 310 und A 610. Die eckigen Sportler im typischen Design der 80er üben nicht nur noch immer eine große Faszination aus, sie wären auch ein ideales Vorbild für weitere moderne Alpine-Modelle, oder?

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