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Textil-Fahrradschlösser im Test - Flexibel macht nicht sicher

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  • 17. Mai 2018, 16:50 Uhr
  • Mario Hommen/SP-X
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Mit einer Säge haben Fahrraddiebe bei guten Metallschlössern zu kämpfen, Textilschlösser lassen sich teilweise leichter knacken Foto: SP-X/Mario Hommen

Textilschlösser sind eine praktische Alternative zu schweren Bügelschlössern aus Metall. Doch die hohe Flexibilität geht nach Erkenntnissen von Stiftung Warentest zu Lasten der Diebstahlsicherheit.

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Flexibel, leicht und schick - neue Textil-Fahrradschlösser scheinen einen interessante Alternative zu klobigen und schweren Metallschlössern zu sein. Stiftung Warentest hat mit Knackversuchen geschaut, wie sicher zwei dieser neuen Schlosstypen sind. Ein Produkt wurde mit ,,gut", das andere mit ,,mangelhaft" bewertet.
 
Positiv überrascht hat das gurtförmige und rund 100 Euro teure Litelock, das die Angriffsversuche der Tester gut abwehren konnte. Unter der Textilhülle steckt ein in Kunststoff gegossener Drahtseilkern, der nach Ansicht der Stiftung Warentest gute Aufbruchsicherheit garantiert. Moniert wurde allerdings die vom Hersteller beworbene Flexibilität. Tatsächlich zeigte sich der robuste Gurt ziemlich steif. Immerhin: Mit 1,1 Kilogramm wird das Litelock im Vergleich zu herkömmlichen Bügelschlössern seinem Namen durchaus gerecht.
 
Mit besonders hoher Flexibilität beeindruckt hingegen das 1,2 Meter lange, 1,3 Kilogramm schwere sowie 120 Euro teure Tex-Lock. Doch den Angriffsversuchen im Testlabor und in einer Alltagssituation hatte das vom Hersteller als ,,Textilseil aus Hochleistungsfasern" beworbene Material wenig entgegenzusetzen. Mit einer Metallsäge ließ sich das Schloss in unter einer Minute durchtrennen. Für dieses enttäuschende Ergebnis gab es deshalb ein Mangelhaft.

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