Motorrad

Kalaschnikow E-Bike-Offensive - Enduros für Armee, Polizei und alle anderen

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So stellt sich Kalaschnikow die emissionsfreie Motorradzukunft vor Foto: Kalaschnikow

Auch in Russland scheint die E-Mobilität auf dem Vormarsch. So hat der Rüstungskonzern Kalaschnikow gleich mehrere Motorräder entwickelt, die leise und emissionsfrei fahren.

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Die russische Rüstungsschmiede Kalaschnikow zeigt seit einiger Zeit verstärktes Engagement bei der Entwicklung von E-Mobilitätslösungen. Unter anderem hat der Konzern mit den Modellen UM-1, SM-1 und IZH jüngst drei Enduros mit E-Antrieb für den zivilen, behördlichen und militärischen Einsatz vorgestellt.

Die in beiger Tarnfarbe lackierte Militär-Enduro SM-1 kommt sehr spartanisch daher. Das Bike verzichtet auf Verkleidungsteile, die den Blick auf den Gitterrohrrahmen verdecken könnten. Und statt eines großen Scheinwerfers gibt es vorne zwei miniaturisierte LED-Funzeln. Recht kompakt baut auch der flüssiggekühlte, bürstenlose Gleichstrommotor, der mit einer Leistung von 15 kW/20 PS eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h erlaubt. Die Lithium-Eisenphosphat-Batterie wurde nach Aussage von Kalaschnikow für eine Reichweite von 150 Kilometer dimensioniert.

Technisch weitgehend identisch ist die UM-1 (Urban Moto), die allerdings bei der Höchstgeschwindigkeit bis zu 100 km/h erreichen soll. Zudem hat die Enduro einen großen Frontscheinwerfer, eine Windscheibe, Sturzbügel und Seitenkoffer. Ansonsten sind beide SM-1 wie UM-1 recht konventionell ausstaffiert mit Upside-down-Gabeln, Scheibenbremsen vorne und hinten sowie klassischer Zweiarmschwing mit Zentralfederbein. Bei den Gewichtsangaben bleibt Kalaschnikow mit 165 bis 245 Kilogramm etwas vage.

Die 245 Kilo könnten sich auf die Elektro-Enduro IZH beziehen, die speziell für den Polizei-Einsatz entwickelt wurde. Schon bald will Kalaschnikow von dieser eine Flotte in Moskau im praktischen Einsatz testen. Ob und wann SM-1 und UM-1 in Serie gebaut werden, hat das Unternehmen nicht verraten.

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