Motorsport

Nach dem Formel-1-Rennen in Monza: Das Aus für Vettels WM-Träume?

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@ Toby_Parsons (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

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Mit dem Großen Preis von Italien sind zwei Drittel der Formel-1-Saison 2018 Geschichte. Zeit für ein Fazit und den Ausblick auf die kommenden Rennen. Als nächstes steht Mitte September der Grand Prix von Singapur an, der im vergangenen Jahr von Lewis Hamilton gewonnen wurde. Der Brite profitierte damals von einem Crash zwischen Vettel, Verstappen und Räikkönen direkt nach dem Start und gewann das Rennen souverän.

Nicht nur deswegen gilt Hamilton bei den Anbietern von Sportwetten als Favorit für den Großen Preis von Singapur 2018. Er stand kürzlich am ersten September-Wochenende auch in Monza ganz oben auf dem Treppchen. Zwar wieder nur durch einen Vettel-Crash in der ersten Runde, aber das Formel-1-Fahrerfeld besteht nicht nur aus ihm und Vettel. Hamilton muss sich immer auch gegen seinen Teamkollegen Valtteri Bottas und dessen Landsmann Kimi Räikkönen durchsetzen.

Verstappen erneut in den Schlagzeilen

Und dann ist da ja auch noch Heißsporn Max Verstappen. Der 20-jährige Niederländer gilt als hochtalentiert, macht aber noch immer vor allem durch seine Attacken auf und abseits der Strecke Schlagzeilen und weniger durch Siege. So auch in Monza. Da hatte Verstappen seinem Konkurrenten Bottas Duell Rad an Rad zu wenig Platz gelassen und daraufhin eine fünfsekündige sowie zwei Strafpunkte kassiert. Das bedeutete am Ende Rang fünf im Rennen statt Platz drei.

Vielleicht wäre das Urteil milder ausgefallen, wenn Verstappen nicht schon vorher immer wieder mit solchen Manövern aufgefallen wäre. Einsichtig zeigte er sich aber auch dieses Mal nicht.

Vettel macht Fehler und Hamilton profitiert

Und so war der Große Preis von Italien 2018 durchaus spannend - weil es kracht und Hamilton nach dem Startcrash mit Vettel offensichtlich noch entschlossener war, seinen Vorsprung in der WM-Fahrerwertung weiter auszubauen. Vettel hingegen musste nach der Kollision in die Box, um sich einen neuen Frontflügel zu holen, und sich am Ende des Feldes einreihen. Er kämpfte sich anschließend mühsam an seinen Konkurrenten vorbei, während Hamilton ganz vorne den zweiten Ferrari jagte. 45 Runden lang konnte Räikkönen gegenhalten, doch dann war es um ihn geschehen - Hamilton überholte und fuhr den Sieg überlegen nach Hause.

Vettel kam als Fünfter über die Ziellinie. Durch Verstappens Strafe wurde der Deutsche am Ende Vierter, doch erneut hat er den Sieg durch seinen eigenen Fehler verschenkt. Das war ihm bereits am Hockenheimring passiert, als er in Führung liegend in der 51. Runde von der Strecke rutschte. Auch damals siegte Hamilton und Vettel verlor 25 sicher geglaubte Punkte im WM-Duell mit dem Briten. Der hat nun in Monza bereits zum fünften Mal und damit so oft wie Michael Schumacher gewonnen.

Hamilton ist kaum zu schlagen

Alles sieht nach einer Titelverteidigung von Hamilton aus und als würde Vettel in seinem vierten Jahr bei Ferrari erneut leer ausgehen. Was bleibt ist ein vager Blick in die Zukunft. Nach Singapur geht es für die Formel 1 ins russische Sotschi. 2017 hatte hier Bottas die Nase vorn, Vettel wurde Zweiter vor Teamkollege Räikkönen. Es folgt der Große Preis von Japan, den Hamilton im vergangenen Jahr vor Verstappen und Ricciardo gewann. Auch für das Rennen in Austin, USA, sieht es nach einem Vorteil für den Briten aus, denn er siegte hier 2017 vor Vettel. Einzig beim Großen Preis von Brasilien stand Vettel ganz oben auf dem Treppchen, während er beim letzten Rennen in Abu Dhabi wieder hinter Hamilton ins Ziel kam.

Im Moment spricht also alles für Hamilton. Ob Vettel, dessen Ferrari derzeit den Boliden von McLaren-Mercedes technisch eigentlich überlegen ist, nach den Rückschlägen der letzten Rennen den positiven Spirit entwickeln kann, den er benötigt, um 30 Punkte Rückstand aufzuholen - wir werden es sehen.

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