Neuheit

Suzuki Jimny - Kurz, eckig, ehrlich

  • In AUTO
  • 16. September 2018, 09:27 Uhr
  • Max Friedhoff/SP-X
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Der neue Suzuki Jimny Foto: Suzuki

Nach zwei Jahrzehnten auf dem deutschen Markt hat sich der Suzuki Jimny ein Nachfolgemodell redlich verdient. Der Hersteller setzt beim Neuen auf Retro-Design und bewährt-robuste Technik.

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Rund 20 Jahre nach dem Debüt des Suzuki Jimny formen die Japaner den kleinen Kraxler um und verpassen dem Mini-Geländewagen in der Neuauflage ein Design mit noch mehr Ecken und Kanten. Die Grundtugenden mit Allradantrieb und robustem Leiterrahmen bleiben jedoch bestehen. Anfang 2019 soll es hierzulande für deutlich unter 20.000 Euro losgehen.

Mit 3,65 Metern Länge schrumpft der ausschließlich als Dreitürer erhältliche Jimny gegenüber dem Vorgänger leicht, soll aber beim Platzangebot innen zulegen. Der Kofferraum etwa wächst um 53 auf 377 Liter, die Lehnen der Rückbank lassen sich eben im Boden versenken, Haken und Ösen erleichtern das Beladen des Gepäckabteils. Verpackt ist das alles unter einer nach wie vor klassisch eckigen Geländewagen-Karosserie, die sogar noch einmal rechtwinkliger ausfällt als beim Vorgänger. Auffallend ist die sehr steil stehende Windschutzscheibe.

Auch technisch bleibt der neue Jimny dem echten Geländewagen-Konzept treu. Statt einer selbsttragenden Karosserie wie bei normalen SUV gibt es einen soliden Leiterrahmen mit Starrachsen vorn und hinten. Dazu kommen ein Zuschalt-Allradantrieb mit Geländeuntersetzung, eine Offroad-Traktionskontrolle sowie elektronische Helfer für das Bergab- und Bergauffahren. Der Böschungswinkel liegt vorn bei 36 Grad, hinten bei 48 Grad, der Rampenwinkel ist mit 27 Grad angegeben.

Für den Antrieb sorgt ein 1,5-Liter-Vierzylinderbenziner mit 75 kW/102 PS, der den deutlich schwächeren 1,3-Liter-Motor (62 kW/84 PS) des Vorgängers ersetzt, und an ein manuelles Fünfganggetriebe gekoppelt ist. Optional ist eine Viergangautomatik zu haben. Der Wandler des Vorgängers hatte eine Stufe mehr.

Aufgerüstet hat Suzuki bei den Assistenten. Erstmals bei der japanischen Marke ist im Jimny eine Verkehrszeichenerkennung an Bord, dazu kommen - ebenfalls im Serienumfang enthalten - ein Notbremssystem, Müdigkeitserkennung, Spurverlassenswarner und Fernlichtautomatik. Die übrige Standardausstattung fällt in Deutschland ebenfalls großzügig aus und umfasst unter anderem Klimaanlage, Tempomat und DAB-Radio. Beim Vorgänger mussten solche Posten noch extra bestellt werden. Preislich dürfte der neue Jimny bei um die 18.000 Euro starten und damit teurer ausfallen als der Vorgänger, der für unter 16.000 Euro zu haben war.

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