Motorsport

Wann führt der Weg von Mick Schumacher in die Formel 1?

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@ jemandausbayern (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Valtteri Bottas, Daniel Ricciardo, Nico Rosberg, Sebastian Vettel und viele mehr haben eine Gemeinsamkeit. Klar, alle fuhren oder fahren mehr oder minder erfolgreich in der Eliteklasse des Motorsports, der Formel 1. Doch auch in der Vergangenheit waren die Wege ähnlicher als vermutbar. Denn allesamt fuhren Sie in der Entwicklungsklasse Formel 3. In dieser triumphierte jüngst Mick Schumacher. Führt auch sein Weg in die Königsklasse?

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Am zweiten Oktoberwochenende war es soweit: Mick Schumacher feierte den größten Erfolg seiner noch sehr jungen Karriere. Mit einem zweiten Platz im zweiten Grand Prix von Hockenheim sicherte sich der 19-jährige den Formel 3 Europameistertitel. Es war die zweite Saison des Fahrers mit dem prominenten Vater Michael, die nicht allzu beeindruckend begann. Schumacher konnte immer wieder Punkte einfahren, doch für ganz vorne langte es lange nicht. Das begann sich zur Saisonhalbzeit gründlich zu ändern, nachdem er die Konkurrenten Daniel Ticktum und Marcus Armstrong mit fünf Siegen in Folge hinter sich ließ. Nachdem zuvor die Formel 4 eine Nummer zu klein für Mick Schumacher wurde, hat er mit dem Europameistertitel nun die nötigen Punkte für die Superlizenz gesammelt.
Jene Lizenz öffnet dem Rennfahrer sämtliche Türen - auch ganz oben. In der Theorie kann Schumacher nun in der Formel 1 starten, auch wenn dieser Sprung wohl noch etwas auf sich warten lassen wird. Max Verstappen zeigte im gleichen Alter bereits die Qualität für die stärkste Klasse der Welt, war jedoch weiter in seiner Entwicklung. Aktuell besitzt er in den Wettquoten der mobilen App des Mr Green Gaming eine Quote von 11,00 auf den Fahrer-WM-Titel 2019. Mick Schumacher auf der Gegenseite will sich vielmehr konzentriert weiterentwickeln, ehe er den Sprung nach ganz oben wagt, und wird in diesem Vorhaben von Beraterin Sabine Kehm und seiner Familie unterstützt.

Formel 2 und Japans Superformel als Alternativen

Im 59. Formel 3 Rennen folgte der erste Titel Schumachers Karriere. Mit dem Prema-Team hat der Profi einen ausgezeichneten Partner an seiner Seite. Seit Einführung der FIA Formel 3 Europameisterschaft sicherte sich Prema in jedem Jahr den Konstrukteurstitel. Von großem Vorteil ist dabei unter anderem die Motorenpower von Mercedes-Benz. Somit ist es keineswegs ausgeschlossen, dass Mick Schumacher auch in der kommenden Saison in der Formel 3 antreten wird und abermals nach dem EM-Titel greift. Doch Fahrer wie Berater machen sich durchaus ihre Gedanken, ob der 19-jährige der Serie nicht mittlerweile entwachsen sein könnte. Deshalb führt der natürliche Blick der Verantwortlichen auf die Alternativen, die vor allem in der Formel 2 und der japanischen Superformel bestehen.
In der Formel 2 triumphierte zuletzt beispielsweise Charles Leclerc, der nun 2018 im Ferrari neben Sebastian Vettel fahren darf. Sergey Sirotkin, Lando Norris und George Russell schafften es aus der seit 2017 bestehenden Formel 2 ebenfalls in die F1, was mit Sicherheit eine gute Quote bedeutet. Prema Theodore Racing würde sich über den prominenten Aufsteiger aus der F3 mit Sicherheit nicht beklagen. Insgeheim freut man sich in der Formel 1 bereits auf Mick Schumacher. Eine dieser Personen ist der F1-Boss Chase Carey. Dank seines Vaters Michael wäre diese Situation "natürlich speziell. Er würde die Herzen vieler Fans auf eine ganz einzigartige Weise berühren." Mercedes und Ferrari verfolgen den Youngster intensiv.

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