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"Plug-in-Antrieb ist fast unschlagbar"

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mid Groß-Gerau - Der Toyota Prius Plug-in-Hybrid schneidet bei einem Verbrauchs-Vergleichstest am besten ab. Toyota

Das nennt man wohl praxisnahe Forschung und Ausbildung: Studenten des Master-Studiengangs Fahrzeugtechnik der Hochschule Esslingen sind ein Jahr lang der Frage nachgegangen, wie Fahrzeuge mit unterschiedlichen Antrieben im Alltag bei Verbrauch und Schadstoffemissionen abschneiden. Das Ergebnis ist überraschend.

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Das nennt man wohl praxisnahe Forschung und Ausbildung: Studenten des Master-Studiengangs Fahrzeugtechnik der Hochschule Esslingen sind ein Jahr lang der Frage nachgegangen, wie Fahrzeuge mit unterschiedlichen Antrieben im Alltag bei Verbrauch und Schadstoffemissionen abschneiden. Das Ergebnis ist überraschend.

In einem Forschungsprojekt unter der Leitung von Professor Werner Klement wurden über ein Jahr lang fünf Mittelklasse-Fahrzeuge verglichen: eines mit Dieselmotor, ein Benziner, ein BMW i3 mit Reichweitenverlängerer, eine Mercedes B-Klasse F-Cell mit Brennstoffzelle und ein Toyota Prius Plug-in-Hybrid.

Wichtigstes Ergebnis der Untersuchung auf der Straße und auf dem Prüfstand: Das Hybrid-Fahrzeug verbraucht mit Abstand die wenigste Energie. "In der Praxis schneidet der Plug-in-Hybrid durch die Kombination eines klassischen Otto-Motors und eines Elektro-Antriebs mit Abstand am besten ab", so Professor Klement. "Das Ergebnis ist fast unschlagbar."

Diesel- und das Benzin-Fahrzeug liegen bei Verbrauch und CO2-Ausstoß im Realbetrieb fast gleichauf. Das Fahrzeug mit der Brennstoffzelle schneidet zwar beim Verbrauch besser ab als Benziner und Diesel. Sinnvoll ist es aber nur, wenn der Wasserstoff regenerativ erzeugt wird. Beim aktuellen Strommix ist die CO2-Belastung größer als bei "normalen" Motoren.

Der i3 wurde mit voller und mit leerer Batterie getestet. Dadurch trat der Reichweitenverlängerer (Range-Extender) in Aktion. Und der verbraucht mehr als die Aggregate in den konventionellen Fahrzeugen. Lediglich beim reinen Batteriebetrieb liegt das E-Auto günstiger. Wird die CO2-Belastung durch den derzeitigen Strommix mit einbezogen, fährt der Stromer nur auf Strecken mit viel Energierückgewinnung einen Vorteil gegenüber dem Hybridfahrzeug ein - und das noch ohne Berücksichtigung der CO2-Belastung, die bei der Batterie-Herstellung anfällt.

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