Ratgeber & Verkehr

Mit Auto in den Skiurlaub: Tipps für weniger Stress auf Autofahrten

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Start in den Winterurlaub. Foto: DVR

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Der letzte Arbeitstag ist geschafft und der Skiurlaub steht nun endlich vor der Tür – die Piste kann kommen. So eine Autofahrt will aber gut geplant sein, möchte man doch heile und möglichst schnell in den Bergen ankommen. Außerdem will man für alle Eventualitäten gewappnet sein: Schneeketten, Starthilfekabel und Co. dürfen nicht fehlen. Fahren Sie mit Kindern in die Skiferien? Dann dürfen sich Ihre Liebsten natürlich nicht langweilen während der Reise. Die Reisevorbereitung ist unerlässlich für einen reibungslosen und stressfreien Skiurlaub. Wie zeigen Ihnen wie es geht!

Skiträger für das Auto: mehr Platz im Fahrzeug
Skiträger (auch Ski Rack genannt) sind bestens geeignet um Platz im Fahrzeuginneren zu schaffen. Vor allem wenn man mit Kindern und viel Gepäck verreist, ist Stauraum und Beinfreiheit im Auto oft Gold wert.

Egal ob Abfahrtski, Langlaufski, Snowboard oder Skistöcker – der für den Wintersport konzipierte Dachträger trägt alles was das Wintersportler-Herz begehrt. Der auf dem Fahrzeugdach angebrachte Träger macht das lästige Umklappen der Rückbank überflüssig und sorgt dafür, dass das Ski-Equipment sicher verstaut ist, denn lose Gegenstände im Wageninneren können bei einer Vollbremsung schnell zur Gefahr werden.

Die Ladekapazität von Skiträgern reicht von 1 Paar Ski bis 6 Paar Skier bzw. 4 Snowboards. Je nachdem, wieviel Boards und Skier transportiert werden müssen, liegt die Preisspanne bei 12 bis 250 Euro. Achten Sie darauf, dass Sie für den Skiträger auch einen Dachträger benötigen. Günstige Dachträger bekommt man schon für rund 30 Euro. Wem das zu teuer ist, der kann auch auf Magnet Skiträger zurückgreifen. Diese kommen ohne Dachträger aus, wodurch die Kosten gesenkt werden können.

Wer billig kauft, kauft zweimal. Wer Wert auf Qualität legt, sollte Ski-Trägersysteme bei „angesehenen“ Herstellern wie Thule, F.LLI Menabo, Atera oder Yakima. Achten sie beim Autodachträger Kauf darauf, dass diese abschließbar sind, um Diebstahl zu vermeiden.

Tipp: Autogepäckträger und Autodachträger verursachen Windgeräusche und erhöhen den Luftwiderstand. Je schneller man fährt, desto höher ist der Spritverbrauch. Der ADAC empfiehlt eine maximale Geschwindigkeit von 130 km/h bei Autofahrten mit Dachaufbauten.

Auto-Langeweile bei Kindern kann zur Gefahr für alle Insassen werden
Quengelnde Kinder gehören bei einer langen Autofahrt einfach dazu, da sie einen starken Bewegungsdrang haben. Diesen Drang können sie aufgrund des langen Sitzens nicht ausleben – Auto-Langeweile kommt auf.

Die Autoreise kann schnell anstrengend und sogar zur Gefahr für alle Insassen werden, wenn Kinder anfangen den Fahrer abzulenken. Um Nörgeleien und Streit unter Kindern zu vermeiden, müssen Sie sie unterhalten und kreativ fordern. Versuchen Sie es doch mal mit folgenden Möglichkeiten:

  • Kinderbücher, Kinderzeitschriften und Comics
  • Zwischenstopps an Rastanlagen mit Spielplatz zum Austoben
  • Ratespiele (Ich sehe was, was du nicht siehst; KFZ-Kennzeichen erraten; …)
  • Kartenspiele, Quartett
  • Mal- und Schreibsachen (Mandala, Zeichenbrett, Zauberblock)
  • Tablet mit Kinderfilmen
  • Kinder-Hörspiele

Notfall-Ausrüstung für das Fahrzeug: von Abschleppseil bis Vignette
Ist man endlich im Skigebiet seiner Wahl angekommen, dann hat man schonmal die halbe Miete geschafft. Es wäre sehr ärgerlich, wenn nun das Fahrzeug streiken würde oder unvorhergesehene Unfälle oder Zwischenfälle passieren. Vor Abreise sollten sie also neben den von der StvzO gesetzlich vorgeschriebenen Gegenständen (Verbandskasten, Warndreieck und Warnweste) weitere kleine Helfer mit sich führen.

Diese Hilfsgegenstände sollten bei einer Autofahrt in den Winterurlaub nicht fehlen:

  • Navigationsgerät
  • Abschleppseil
  • Starthilfekabel
  • Eiskratzer, Enteiser-Spray, Schneeketten, Frostschutzmatte, Handbesen
  • Wolldecke
  • Vignetten und Maut-Karten

Im Falle eines Unfalls hat der ADAC Informationsmaterial zum Thema „Richtiges Verhalten bei Sach- und Personenschäden“ inklusive Unfallbericht für Sie bereit gestellt. Wir empfehlen, diese drei Seiten auszudrucken und stets im Fahrzeug mitzuführen!

Frühzeitige Planung: Stau vermeiden, Zeit & Nerven sparen
Stau auf der Autobahn kostet nicht nur Zeit, sondern auch Nerven. Doch dieses unliebsame Verweilen auf dem Asphalt lässt sich mit der richtigen Planung schon im vornherein vermeiden.

Man sollte die Autofahrt nicht zu den Hauptverkehrszeiten antreten. Freitag von 12:00 bis 19:30 sowie Samstag von 08:30 bis 16:00 sind ungünstige Reisezeitpunkte. Früh (03:00 bis 04:00 Uhr) aufstehen, losfahren und stressfrei am Skiort ankommen!

Der ADAC hat sich der Stau-Problematik angenommen. Auf dieser Seite findet man einen Staukalender sowie eine persönliche Stauprognose für Ihre Wunsch-Reisetage. Den Routenplaner mit Echtzeit-Verkehrslage findet man hier. Lieber vor Reiseantritt Zeit investieren, um nachher stärker von einer Stauvermeidung bzw. dem geschickten Wählen einer Stau-Umgehungsstraße zu profitieren.

Denken Sie auch an die anderen: das Rechtsfahrgebot gilt nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich, Schweiz oder Italien. Die linke Spur sollte nur zum Überholen genutzt werden, damit der Verkehr nicht ins Stocken gerät. Blechlawinen mag keiner!

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