Reise & Caravaning

Welches Campingfahrzeug passt?

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@ Reipen (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Steht der erste Campingurlaub an, steht man vor der Qual der Wahl: Campingbus, Alkove, Liner, teil- oder vollintegriert? Die Auswahl an Fahrzeugtypen ist riesig - und jedes hat Vor- und Nachteile.

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Bus

Wer maximale Flexibilität sucht, ist mit dem Campingbus am besten unterwegs. Zu dieser Kategorie zählen ausgebaute Kastenwagen wie der Fiat Ducato oder Vans wie der VW T6 und die V-Klasse von Mercedes-Benz. Aufgrund ihrer recht kompakten Abmessung sind sie sehr wendig und einfach zu fahren. Die Fahrzeuge eignen sich gut für zwei bis maximal vier Personen, die mit weniger Stauraum auskommen und auf Luxus verzichten können. Im Vergleich zu Alkoven oder diversen Luxuslinern ist man benzintechnisch sehr sparsam unterwegs. Ein Nachteil dieser Fahrzeugkategorie sind - neben dem recht niedrigen Komfort - die fehlenden Sanitäranlagen. Mit Bussen ist daher nur das Übernachten auf Campingplätzen mit Sanitäranlagen möglich.

Alkove

Familien reisen am besten in einem Wohnmobil mit Alkove oder einem teilintegrierten Wohnmobil (spätere Kategorie). Die Fahrzeuge bieten Sitz-, Steh- und Schlafplätze und geben bei schlechtem Wetter hervorragende Wohnräume ab. Der Alkove ist aufgrund seiner Länge (meist um die 9 Meter) weniger wendig als ein Camping-Bus und erfordert Übung vom Fahrer. Für die größeren Alkoven ist ein Führerschein der LKW-Klasse nötig. Aufgrund der Abmessung liegen die Fahrzeuge schlechter in der Kurve, der erhöhte Luftwiderstand führt zu mehr Kraftstoffverbrauch. Dafür bieten die Fahrzeuge sehr viel Komfort mit viel Platz plus Küche und Bad. In vielen Alkovenmobilen können bis zu sechs, manchmal auch sieben Personen reisen. Beliebte Modelle sind unter anderem Dethleffs Grand Alpa und der Forster A734 - letzterer kann sogar mit dem normalen PKW-Führerschein gefahren werden.

Wohnmobil teilintegriert und vollintegriert

Teilintegrierte Wohnmobile sind vereinfacht gesagt niedrigere Alkoven. Die Fahrzeuge kommen ohne die für Alkoven typische Nase über dem Fahrerhaus aus, weshalb die Abmessungen nicht so hoch sind. Das führt zu einem besseren Fahrkomfort und senkt auch den Spritverbrauch gegenüber den Standard-Alkoven. Nachteilig ist der wegen der fehlenden Nase geringere Innenraum. Ansonsten sind die meisten teilintegrierten Wohnmobile voll ausgestattet mit Schlaf, Sitz- und Stehplatz sowie Küche und Bad. Sie sind daher eine gute Wahl für Familien oder Freunde, die gemeinsam reisen wollen.

Vollintegrierte Wohnmobile sind die Luxusvariante im Vergleich zu Alkoven und Teilintegrierten. Das Fahrerhaus ist sehr groß, die Ausstattung gehoben. Viele der Vollintegrierten haben ein Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen. Das bedeutet, es ist ein spezieller Führerschein nötig. Diese Kategorie der Campingfahrzeuge passt zu allen, die den Luxus lieben und auch auf Reisen einen hohen Komfort bevorzugen. Vollintegrierte Wohnmobile sind in ihrer Abmessung allerdings sehr groß, weshalb sie auf engen Straßen zur Herausforderung werden.

Liner / Landyacht

Sogenanntes Landyachting ist die absolute Luxuskategorie unter den Camping-Fahrzeugen und nur bei wenigen Anbietern - etwa bei TUI Camper - zu finden. Die Yacht auf Rädern gibt es in verschiedenen Modellen, zum Beispiel den Concorde Centurion oder das VARIOmobil. Die Reisemobile, oft auch unter dem Namen Liner zu finden, bieten einen enormen Luxus in ihrer Ausstattung, sind mit Abmessungen von etwa 3 Metern Breite und mindestens 10 Metern Länge aber auch sehr groß. Einige der Luxusliner besitzen eine eingebaute Garage und kommen einem kleinen Einfamilienhaus nahe. Die Luxusmobile funktionieren meist mehrere Tage autark, dank großer Wasser- und Abwassertanks und eigener Solaranlagen. Die Fahrzeuge dieser Klasse sind die richtige Wahl für diejenigen, die glamourös campen und auch auf Reisen auf nichts verzichten wollen. Sie sind allerdings nicht für jede Reise geeignet, denn man benötigt viel Platz auf den Straßen und Campingplätzen. Zudem kann ein Liner nur von Besitzern des LKW-Führerscheins C1 gefahren werden.

Wohnwagen

Wohnwagen-Gespanne bieten sich vor allem für diejenigen an, die längere Aufenthalte am selben Ort planen. Man kann den Wohnwagen vom Zugfahrzeug abkoppeln, aufstellen und dann mit dem Zug-PKW maximal flexibel und mit weniger Benzinkosten die Umgebung erkunden. Ein weiterer Vorteil: Man muss das Fahrzeug nicht ständig fahrbereit aufräumen, bevor man einen Ausflug machen möchte. Das Fahren mit Gespann allerdings erfordert Erfahrung. Zudem muss die Zugkraft des PKW für den Wohnwagen zulässig sein.

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