Ratgeber & Verkehr

Günstige Neuwagen dank Reimport

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@ niekverlaan (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

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Ein ungebrauchtes Auto, das noch neu riecht und weder scharfe Bremsmanöver hinter sich hat noch kleine Kratzer mitbringt, zieht jeder Autokäufer einem bereits genutzten Fahrzeug vor. Selbst Jahreswagen, die in ihrem Preis um einiges günstiger sind als Neuwagen, sind schon einige Kilometer gefahren und weisen minimale Abnutzungserscheinungen auf. Wesentlich ansprechender erscheint da ein Neuwagenkauf. Um das finanzielle Budget jedoch nicht zu sprengen, lohnt sich der Reimport aus dem EU-Ausland.

Preisunterschiede von Neuwagen innerhalb der EU sind riesig

Um bis zu 40 % können die Preise für ein und dasselbe Modell mit exakt den gleichen technischen Voraussetzungen in verschiedenen Staaten der EU abweichen. Der Grund dafür sind die jeweiligen Binnenmärkte. So können sowohl eine geringe Kaufkraft als auch ein großer Konkurrenzkampf die Preispolitik enorm beeinflussen.

Für einen EU-Neuwagen spricht außerdem, dass weder Zulassungssteuer noch Umsatzsteuer anfallen, was einen erneuten Preisvorteil mit sich bringt. Nur die Einfuhrumsatzsteuer von 19% kommt auf die Käufer aus Deutschland zu.

Bürokratie leichtgemacht – Zulassung und Garantien von EU-Reimporten

Damit ein reimportiertes Fahrzeug in Deutschland angemeldet werden kann, benötigt es das sogenannte Certificate of Conformity, auch COC. Eine Zulassung ist nur bei Vorlage dieses Dokumentes möglich, da es belegt, dass das Fahrzeug den in Deutschland für diesen Autotyp geforderten Standards entspricht.

Eine Garantie ist auch beim Kauf von reimportierten Autos inbegriffen – die Länge der Garantiezeit variiert je nach Herkunftsland. Wichtig ist allerdings zu wissen, dass es mitunter kompliziert werden kann, einen Garantiefall im Ausland geltend zu machen.

Trotz technisch einheitlicher Standards kann die Ausstattung abweichen

Dass die Ausstattung in den verschiedenen Staaten abweicht, hat mit den klimatischen Unterschieden zu tun. So werden Wagen, die für den südeuropäischen Markt vorgesehen sind, häufig ohne Sitzheizung produziert. Auch die elektronische Wegfahrsperre gehört in vielen Ländern übrigens nicht zwangsläufig zur Ausstattung.

Damit der Kauf eines reimportierten Autos also möglichst wenig Komplikationen mit sich bringt, sollte ein versierter Händler zwischengeschaltet sein. Die Interessenten, die es auf eigene Faust versuchen, machen sie sich sehr viel Arbeit und bekommen am Ende in vielen Fällen nicht den Wagen, den sie haben wollten.

Deutscher Reimport-Handel lohnt sich mehrfach

Wer also auf Nummer sicher gehen möchte und neben dem ausgewählten Modell auch auf bestimmte Standards im Bereich Komfort nicht verzichten will, sollte einen Reimporteur beauftragen. Dieser verfügt nicht nur über ein bestehendes Netzwerk aus Händlern, sondern weiß um die Zulassungsvorschriften und erkennt fehlende Ausstattungsmerkmale.

Der Händler kümmert sich im Auftrag seiner Kunden dann darum, ein in Deutschland fürs EU-Ausland produzierte Fahrzeug zurück zu importieren. Dabei greift er bevorzugt auf die Märkte in Dänemark, Finnland, Spanien, Portugal sowie Griechenland und den Niederlanden zurück.

Vorteile für den Käufer durch professionellen Reimporteur

Ein großer Pluspunkt beim Beauftragen eines Reimport-Händlers liegt vor allem an der nicht vorhandenen Sprachbarriere. Mit dem Händler aus Deutschland kann ohne Zeitverschiebung und in der Muttersprache kommuniziert werden – mit Händlern aus Südeuropa ist es mitunter sogar schwer, eine gemeinsame Basis in englischer Sprache zu finden.

Außerdem profitiert der Käufer davon, dass der erfahrene Händler sich um die Abwicklung im Zoll kümmert und dafür sorgt, dass die Einfuhrsteuer entrichtet wird. Zudem wird in einem solchen Fall der Händler aus Deutschland als Verkäufer im Vertrag aufgeführt. So hat der Käufer immer einen Ansprechpartner, wenn es um Garantie oder Reklamation geht.

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