Motorrad

E-Motorrad Evoke 6061 - Fahrender Plattenbau

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Wie viele E-Motorräder wirkt auch die Evoke 6061 auf den ersten Blick recht konventionell, doch tatsächlich wird der Cruiser rein elektrisch angetrieben Foto: Evoke Motorcycles

Ein Motorradrahmen wird zumeist aus einer Vielzahl verschiedener Teile zusammengeschweißt. Bei Evoke hingegen reichen vier Teile, die zudem aus Aluplatten herausgeschnitten wurden.

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Evoke Motorcycles, ein chinesischer Hersteller von Elektromotorrädern, will sein Portfolio um einen leistungsstarken Cruiser namens 6061 erweitern. Das Bike vereint futuristische Lösungen mit Retro-Elementen. Zudem verfügt es über eine große Traktionsbatterie, die große Reichweiten erlauben soll. Ende 2019 ist die Einführung in China geplant, weitere Märkte sollen folgen.

Die rein elektrisch angetriebene 6061, die einer Ducati Diavel nicht ganz unähnlich sieht, zeichnet sich durch einen außergewöhnlichen Rahmenbau aus. Wie der Modellname andeutet, besteht die tragende Konstruktion aus zwei Plattenelementen, die per Laser aus gehärtetem 6061-Aluminium geschnitten werden. In gleicher Bauweise hat Evoke die Teile der Hinterradschwinge gefertigt, die von zwei schräg liegenden Federbeinen angelenkt wird. Vorne kommt eine USD-Gabel zum Einsatz. Trotz einiger futuristischer Lösungen versprüht die 6061 dank Speichenfelgen, einer Tankattrappen-Verkleidung und Rundscheinwerfer einen gewissen Retro-Charme.

Zwischen den Rahmenplatten wurden ein 15,4-kWh-Akku sowie ein 120 kW/163 PS und 270 Newtonmeter leistender E-Motor platziert. Letzterer bringt seine Leistung per Riemenantrieb ans Hinterrad. Fahrwerte werden noch nicht genannt, doch verspricht Evoke bis zu 300 Kilometer Reichweite mit einer Batterieladung. Der Stromspeicher soll sich innerhalb von 15 Minuten bis 80 Prozent aufladen lassen.

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