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Gereinigte Winterreifen schlafen besser

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mid Groß-Gerau - Großreinemachen: Steine und Fremdkörper sollten aus dem Reifenprofil entfernt werden. Danach die Räder mit klarem Wasser abspülen und ordentlich trocknen lassen. KÜS

Winterreifen machen allerhand mit. Schnee, Matsch, Salz - sie müssen durch dick und dünn gehen beziehungsweise rollen. Danach bedürfen sie aber der Pflege.

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Winterreifen machen allerhand mit. Schnee, Matsch, Salz - sie müssen durch dick und dünn gehen beziehungsweise rollen. Danach bedürfen sie aber der Pflege.

Zuerst sollten die Felgen gereinigt werden", rät die Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger (KÜS). "Dazu gibt es spezielle Mittel, wobei immer auf die Umweltverträglichkeit geachtet werden sollte." Steine und Fremdkörper sollten aus dem Reifenprofil entfernt werden. Danach die Räder mit klarem Wasser abspülen und ordentlich trocknen lassen.

Nicht nur, dass die Felgen nach der Reinigung wieder in neuem Glanz erstrahlen. Das Großreinemachen hat auch einen praktischen Nutzen. Denn im Sinne der eigenen Sicherheit sollten sowohl Felgen und Reifen bei jedem Wechsel gründlich auf Verschleiß und Schäden untersucht werden! Das geht am besten, wenn alles sauber ist.

Zu untersuchen ist die Profiltiefe der Reifen, die pflichtmäßig mindestens 1,6 Millimeter beträgt. Die KÜS empfiehlt bei Sommerreifen mindestens drei Millimeter und bei Winterreifen mindestens vier Millimeter. Auch das Alter der Gummis sollte sechs Jahre nicht übersteigen. Erkennen kann man das an der vierstelligen Nummer bei der DOT-Kennzeichnung. Die ersten zwei Ziffern stehen für die Kalenderwoche, die hinteren für das Produktionsjahr der Reifen. Weiterhin sollte man den Reifen auf Beschädigungen untersuchen.

Unterdessen sollte man die Felge nach dem Check des allgemeinen Zustandes noch etwas genauer unter die Lupe nehmen: Hat das Felgenhorn Risse? Gibt es deutliche Schläge in der Felge? Bei Schäden und verschlissenem Material sollte man im Sinne der eigenen Sicherheit das Material erneuern.

Vor dem Einlagern sollte der Luftdruck leicht erhöht werden, um etwa 0,5 bar. Dann sind die Räder bereit, in einem trockenen und dunklen Raum auf den nächsten Einsatz zu warten. Hierzu gibt es auch praktische und schonende Felgenbäume, mit denen die Reifen ohne Druck auf den Flanken gelagert werden können.

Schließlich sollte noch die Radposition markiert werden, damit beim nächsten Wechsel keine Montagefehler passieren. Bewährt haben sich die Positionskürzel VL, VR, HL und HR, die man mit Kreide auf dem Reifen markieren kann.

Übrigens: "Bei den frisch aufgezogenen Sommerreifen unbedingt den Luftdruck überprüfen!", rät KÜS. Laut der Initiative Reifensicherheit war 2018 jedes fünfte Fahrzeug mit falschem Druck unterwegs. Das führt zu erhöhtem Verschleiß, und der Bremsweg verlängert sich.

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