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Öffentlicher Nahverkehr - Roboter und Elektromotoren sorgen für Gewinne

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Elektrifizierung kann im ÖPNV Kosten sparen Foto: Daimler

Der öffentliche Nahverkehr ist für Kommunen meist eine teure Angelegenheit. Neue Technik könnte ihn günstiger machen.

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Autonomes Fahren, Vernetzung und Elektrifizierung könnten den öffentlichen Nahverkehr rentabler werden lassen. Metropolen könnten einer Studie zufolge mit dem ÖPNV künftig sogar die Stadtkasse füllen, wie eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger prognostiziert.

Aktuell sind Bus und Bahn ein Zuschussgeschäft: Der derzeitige Kostendeckungsgrad liegt bei nur 75 Prozent, das fehlende Viertel schießen die öffentlichen Kassen zu. Neue Technologien könnten das ändern und für Einsparungen in Höhe von 390 Millionen Euro pro Jahr sorgen. Am rentabelsten wäre der Studie zufolge der Einsatz von Echtzeit-Fahrzeugdaten. Dabei werden Informationen zu Zustand und Reparaturbedarf von Fahrzeugen permanent an den Betreiber gemeldet, der so Ausfall- und Werkstattzeiten besser planen kann. Ein Plus von rund 7 Prozent bei der Kostendeckung wäre so möglich.

Ähnlich rentabel ist der Einsatz automatisierter Shuttle-Busse, etwa auf schlecht ausgelasteten Strecken. Die Berater sehen dort ein Potenzial von 5 Prozent Verbesserung bei der Kostendeckung. Weitere Einspar-Möglichkeiten bieten die generelle Automatisierung der Flotte, der Einsatz von Elektrobussen und neuartige Mobilitätsangebote wie Ride-Pooling. Würden alle Ansätze gleichzeitig umgesetzt, ergäbe das nach Roland-Berger-Berechnungen je nach Stadt eine Verbesserung der Kostendeckung um 10 bis 30 Prozent. Vor allem Metropolen könnten so bei der ÖPNV-Kostenbilanz aufgrund ihrer prinzipiell eher hohen Auslastung sogar ein Plus erreichen. Die Studie verspricht einen Kostendeckungsgrad von bis zu 110 Prozent.

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