Gebrauchtwagen

5x: Gebrauchte Traum-Cabrios unter 20.000 Euro - Offen, edel und bezahlbar

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Schick und solide: Der Porsche Boxster der zweite Generation Foto: Porsche

Das Fahren mit einem Cabriolet ist immer auch ein Akt der Eitelkeit. Es geht ums sehen und gesehen werden. Sich dabei mit einem richtig noblen Flitzer zu präsentieren, muss nicht mal teuer sein.

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Dem Cabriolet wohnt immer auch ein Hauch von Luxus inne. Der lässt sich zu moderaten Preisen auch auf gehobenem Niveau genießen. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt findet man bereits für unter 20.000 Euro so manches Traumcabriolet. Hier fünf offene Fahrzeuge, mit denen man sich wirklich sehen lassen kann.

Eine zeitlos schicke und zudem noch besonders alltagstaugliche Oben-ohne-Ikone ist das Audi A5 Cabriolet der ersten Generation. Der Premium-Flitzer kombiniert eine klassische Stoffdachhaube mit eleganten Coupé-Proportionen. Der vorbildlich verarbeitete Innenraum bietet zudem Platz auch für den Familienbetrieb, das Standardfahrwerk ist angenehm komfortabel. Angenehm bleiben auch die Wind- und Fahrgeräusche, sofern der A5 über ein Akustikverdeck verfügt. Mit moderater Laufleistung wird das Audi-Cabriolet auf bereits niedrigem fünfstelligen Niveau angeboten. In Hinblick auf seine Langzeitqualitäten gilt das Dolce-Vita-Mobil als vorbildlich, allerdings genießen die großen V6-Diesel und der 1.8 TFSI nicht den besten Ruf.

Zu den absoluten Traumwagen vieler Deutscher zählt gewiss ein Porsche Cabriolet. Mit einem Budget von 20.000 Euro reicht es allerdings nicht für den Elfer. Eine günstige Alternative ist der immerhin mit dem Elfer technisch eng verwandte Boxster. Von der zwischen 1996 und 2004 gebauten ersten Generation (Typ 986) sind 20.000 Euro mittlerweile die absolute Obergrenze. Doch Achtung: Viele Exemplare mit hohen Tachoständen haben einiges durchgemacht; das vermeintliche Schnäppchen könnte, vor allem wenn es in der Porsche-Werkstatt repariert werden muss, teuer werden. Scheckheftgepflegte Exemplare mit tadellosen Zustand und Vita haben allerdings Seltenheitswert. Deutlich attraktiver erscheint der Nachfolger Typ 987. Er bietet die zeitgemäßere Optik und Technik sowie echte Porsche-DNA. Das gilt übrigens auch für die oftmals ob ihrer mäßigen Leistung verpönten Einstiegsmotoren, die aber in jedem Fall sechs Zylinder bieten. Ansonsten gilt die zweite Generation als solide. Gute Exemplare unter 20.000 Euro sind allerdings noch selten.

Ebenfalls den Status einer von vielen mit fast schon religiöser Inbrunst verehrten Ikone genießt der offene Ford Mustang. Die meisten Fans träumen natürlich von frühen Exemplaren aus den 60er-Jahren, doch mit einem Budget von maximal 20.000 Euro wird man diese nur als Baustelle bekommen. Wer lieber sofort in die Open-Air-Saison starten will, sollte nach dem zwischen 2004 und 2014 gebauten Mustang V suchen, der, obwohl in Deutschland offiziell nie vertrieben, recht zahlreich und zudem zu bezahlbaren Preisen auf dem Gebrauchtmarkt vertreten ist. Hier bekommt man sogar Exemplare mit geringer Laufleistung und starkem V8 zum Teil für deutlich unter 20.000 Euro. Tendenziell günstiger sind die V6-Versionen, denen es längsdynamisch allerdings etwas an Charakter und Spritzigkeit mangelt. Egal für welchen Motor man sich entscheiden mag: Falsch machen kann man wenig, denn der Mustang V gilt als unkompliziert und solide.

Ebenfalls auf eine lange Modellgeschichte kann und den Nimbus eines Kultwagens genießen kann der Fahrer eines Mercedes SL. Optisch und technisch auch heute noch attraktiv erscheint die von 2001 bis 2011 gebaute Version R230, die erstmalig ein Metallklapp- statt Stoffdach bot. Dieser Typ war einst für die meisten finanziell unerreichbar, doch mittlerweile findet man Fahrzeuge zu vertretbaren Preisen mit mäßig vielen Kilometern auf dem Buckel. Oftmals handelt es sich allerdings um Re-Importe aus den USA, was aber keineswegs ein Ausschlusskriterium sein muss. Bei den Motoren hat Mercedes ein breites Spektrum von Sechs-, Acht- und Zwölfzylindern angeboten. Eine Wucht ist der SL 500 mit seinem soliden V8 und dem serienmäßigen ABC-Fahrwerk, das Wankneigungen automatisch ausgleicht.

Ausschließlich mit V8 gibt es den in Deutschland gebraucht nur selten anzutreffenden Lexus SC 430. Die jüngsten Exemplare haben bereits mehr als 13 Jahre auf dem Buckel, entsprechend liegen die Preise durchweg unterhalb der 20.000-Euro-Marke. Meist sind die Tachostände hoch, doch die Toyota-Tochter genießt das Image, zumeist super robuste Dauerläufer zu bauen. Entsprechend muss man nicht vor hohen Laufleistungen zurückschrecken. Der SC 430 hat eine kleine, eingeschworene Fangemeinde. Wer einen besitzt, wird sich nicht so leicht wieder von ihm trennen. Unter anderem auch, weil der offene Japaner mit seiner geschmeidigen Art gefällt. Alle Exemplare bieten zudem eine Vollausstattung, die sich mehr als sehen lassen kann. Der Innenraum ist bei geschlossenem Verdeck dank Metalldach leise und außerdem noch geräumig, der Kofferraum fällt jedoch klein aus. Dennoch ist der SC 430 ein schönes Reisecabriolet, das auf seinen Touren allerdings mit gehobenem Spritkonsum die Urlaubskasse strapazieren kann.

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