Automobilindustrie

Doppel-Jubiläum: 120 Jahre Fiat und 70 Jahre Abarth

img
mid Frankfurt am Main - Zum 120. Jubiläum blickt Fiat in die Zukunft. 2020 wird der "Centoventi" (italienisch für 120) als typischer Fiat kommen: einfach, bezahlbar, nur eben erstmals elektrisch. Fiat

Die schönsten Geschichten schreibt bekanntlich das Leben: 2019 feiern die italienische Automarke Fiat und ihre legendäre Tuning-Marke Abarth gleichzeitig Jubiläum - Fiat wird 120 Jahre alt, Abarth blickt auf 70 Jahre Geschichte zurück. Ein doppelter Rückblick.

Anzeige


Die schönsten Geschichten schreibt bekanntlich das Leben: 2019 feiern die italienische Automarke Fiat und ihre legendäre Tuning-Marke Abarth gleichzeitig Jubiläum - Fiat wird 120 Jahre alt, Abarth blickt auf 70 Jahre Geschichte zurück. Beide Historien sind bewegt und wechselhaft und gipfeln in einer Erfolgsstory - passend zu den italienischen Momenten im Leben, die auch auf automobilem Sektor besonders von Leidenschaft geprägt zu sein scheinen. Ein Doppelter Rückblick.

Ursprünglich schrieb sich ab 1899 der Firmenname mit Punkten "F.I.A.T.". Dabei handelt es sich um die Abkürzung für "Fabrica Italiana di Automobili Torino". Klar: Das klang von Beginn an nach hohen Ansprüchen, und tatsächlich entwickelte sich das Turiner Unternehmen zum sprichwörtlichen Motor der italienischen Mobilität und der Industrialisierung des Landes.

Legendäre Fiat-Modelle wie 500 ("Cinquecento"), Topolino oder später Panda und Punto brachten die südeuropäische Nation in Bewegung. Schon Ende der 1920er Jahre stammten drei Viertel aller italienischen Fahrzeuge von Fiat. Heute ist die große Italo-Automarke als Teil des Weltkonzerns Fiat Chrysler Automobiles (FCA) in 135 Ländern vertreten: mit 199.000 Mitarbeitern, 102 Werken und 46 Forschungs- und Entwicklungszentren.

An den Feierlichkeiten zum 120. Geburtstag lässt Fiat seine Kundschaft mit drei Spezialausgaben teilhaben: "120th" heißt die Sondermodell-Serie der aktuellen 500er-Familie. Der Kleinwagen Fiat 500, das Mini-SUV 500X und der Mini-Van 500L warten mit modernster Technologie und üppiger Ausstattung an Bord auf.

Zu erkennen sind sie an neuen Farbtönen und besonderen Zweifarb-Lackierungen. Vor allem in Sachen Konnektivität und Infotainment haben die "120th"-Sondermodelle viel zu bieten fürs Geld. Mit Preisvorteilen sind sie ab 16.790 (Fiat 500), 20.190 (500X) und 18.290 Euro (500L) zu haben.

Von Fiat zu Abarth: 1950 hatten die Menschen andere Sorgen, als sich um den Klang ihres Motors zu kümmern. Doch der 1949 von Carlo Abarth geründete, italienische Tuning-Pionier brachte bereits damals den ersten Sportauspuff auf den Markt. In der Folge schrieb Abarth Geschichte in Sachen Autoveredlung und Motorsport. Leistung und Stil waren stets das Ding des Italo-Tuners, dessen besondere Geschicke zu mehr als 10.000 Einzel-Rennsiegen, zehn Weltrekorden und 133 internationalen Rekorden führten.

Nach Carlo Abarths Tod 1979 vergingen mehr als drei Jahrzehnte, ehe der legendäre Name Abarth als Teil von Fiat eine Wiedergeburt erlebte: Seit 2007 steht der Name für besonders sportliche Modelle aus Bella Italia.

Zum 70. Geburtstag tragen alle Abarth-Fahrzeuge das Jubiläums-Logo "70th Anniversary". Inspiriert vom legendären Tuning-Kit der 1960er Jahre gibt es speziell den neuen Abarth 595 Esseesse (180 PS, 225 km/h Spitze, ab 26.690 Euro), eine besonders rasante Ausgabe der kleinen Knutschkugel Fiat 500.

Und auf 124 Exemplare limitiert erinnert der offene zweisitzige Sport-Roadster "Abarth 124 Rallye Tribute" (ab 29.690 Euro) an die vielen großen Rallye-Siege der Tuning-Marke in den 1970er Jahren.

Das doppelte Italo-Jubiläum nutzt Fiat, um in die Zukunft zu blicken: Auf dem Genfer Autosalon 2020 wird aus dem Showcar "Concept Centoventi" (italienisch für 120) ein Serienauto werden. Es soll klassische Fiat-Tugenden verkörpern: einfach, bezahlbar, stylisch, nur eben erstmals auch elektrisch.

Ralf Schütze / mid

STARTSEITE