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Rennserie mit bemannten Drohnen - Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten

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Alauda Racing plant für 2020 den Start einer Rennserie mit dem Airspeeder Foto: Alauda Racing

Luftrennen sind eigentlich ein Relikt der Vergangenheit. Doch nächstes Jahr soll eine neue Rennserie starten, bei der bemannte Flugdrohnen gegeneinander antreten.

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Weltweit tüfteln derzeit einige dutzend Unternehmen daran, bemannte Flugdrohnen zu einem alltäglichen Verkehrsmittel zu machen. Noch vor dem großen Drohnen-Boom, der wohl noch einige Jahre auf sich warten lässt, sollen diese auch als Rennfahrzeuge eingesetzt werden. Die australische Firma Alauda Racing arbeitet derzeit daran, bemannte Renndrohnen aufzubauen, die dann ab Ende 2020 in einer Rennserie zum Einsatz kommen sollen.

Airspeeder heißen die gut vier Meter langen Octocopter, die 20 Meter über dem Boden und mit bis zu 200 km/h gegeneinander antreten werden. Bei der Optik haben sich die Macher für eine Verkleidung entschieden, mit denen die Drohnen wie zigarrenartige Rennwagen aus den 60er-Jahren mit weit hinten liegendem Cockpit wirken. Doch statt der vier Räder ragen aus dieser Zigarre vier Arme mit je zwei E-Motoren, die jeweils ein Rotorblatt antreiben. Trotz einer Batterie sollen die Sportflieger lediglich 230 Kilogramm wiegen. Hinzu kommt noch ein Pilot, der vermutlich wie die Jockeys beim Pferderennsport möglichst wenig wiegt.

Alauda hat bereits einige Prototypen des Airspeeder aufgebaut. Auf dem Goodwood Festival of Speed (4. bis 7. Juli) wollen die Australier erstmalig ein solches Modell der Öffentlichkeit vorstellen. Für kommenden Herbst sind dann erste bemannte Tests in der Mojave-Wüste in Kalifornien geplant. Ende 2020 will Alauda seine Rennserie starten. Fünf Teams mit jeweils zwei Piloten sollen dann neben Zeitrennen auch direkte Rennduelle ausfechten.

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