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Fünf Tipps für Cabriofahrer - Nicht vom Fahrtwind täuschen lassen

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  • 12. Juli 2019, 10:06 Uhr
  • Holger Holzer/SP-X
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Gerade Glatzenträger sollten sich im Cabrio vor Sonne schützen Foto: Mazda

Cabrios machen Spaß. Zumindest, wenn man kleinen Ärgernissen wie Sonnenbrand, Platzmangel und Verdeck-Schlitzern aus dem Weg geht.

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Sommerzeit ist Cabriozeit. Wer ein paar Tipps beherzigt, kann das Offenfahren in vollen Zügen genießen.

Sonnencreme und Kopfbedeckung nutzen:
Cabriolet-Touren sind tückisch, weil der Fahrtwind für Kühlung sorgt und damit das Gefühl für die Hitze überdeckt. Sonneneinstrahlung wird weniger intensiv wahrgenommen als sie wirklich ist und führt schnell unbemerkt zu Verbrennungen oder sogar einem Sonnenstich. Arme und Gesicht reibt man bereits vor Fahrtantritt mit Sonnenschutzcreme ein. Auch langärmelige Kleidung aus leichtem, luftdurchlässigem Stoff hilft. Gästen auf der Rückbank können spezielle Sonnenschutzsegel an den hinteren Seitenfenstern zusätzlich Schutz bieten. Dies ist vor allem bei kleinen Kindern wichtig, deren Haut viel anfälliger ist. Cabrio-Fahrer, die der Sonne fast komplett ausgesetzt sind, sollten zudem eine Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung tragen.

Vorsicht in der Waschanlage:
Grundsätzlich sind Waschanlagen für moderne Cabrios kein Problem. Bei einem Modell mit Stahldach spricht überhaupt nichts dagegen, solange alle Dichtungen in Ordnung sind. Bei Stoffdach-Cabrios sollte man etwas vorsichtiger sein, denn mit zunehmendem Alter sind die Dachdichtungen dem Wasserdruck und dem Trockengebläse häufig nicht mehr gewachsen. In diesen Fällen sollte man Waschanlagen mit speziellem Cabrio-Programm und entsprechender Steuerung der Bürsten wählen. Gut geeignet sind Waschanlagen, die anstatt der Bürsten weiche Textilstreifen verwenden. Bei Verdecken mit Kunststoffheckscheiben ist von der klassischen Bürstenwäsche gänzlich abzuraten: Sie verkratzt das Material.

Mit dem Kofferträger in den Urlaub:
Cabrios bieten viel Fahrspaß, aber wenig Platz. Vor allem, wenn das Verdeck auch noch im Kofferraum verstaut werden muss. In solchen Fällen hilft ein Kofferträger aus dem Zubehörhandel, der außen an der Karosserie - meist auf dem Kofferraumdeckel - befestigt wird. Die Montage ist in der Regel ohne Bohren möglich, das Angebot an Varianten für gängige neue und ältere Modelle groß. Die Preise starten bei rund 200 Euro. Aber Vorsicht: Viele Cabrios, vor allem ältere Roadster, haben nur eine geringe Nutzlast, von der zudem noch das Gewicht der Insassen abgeht.

Versicherung gegen Diebstahl:
In Stoffdach-Cabrios lässt sich leicht und vor allem nahezu lautlos einbrechen. Selbst für ältere Fahrzeuge lohnt sich daher eine Teilkaskoversicherung. Sie deckt die unmittelbaren Einbruchsschäden ab und zahlt auch beim Diebstahl fest eingebauter Teile - etwa des Autoradios. Nicht versichert sind hingegen im Innenraum zurückgelassene Gepäckstücke, Handys oder Navigationsgeräte. Auch für Vandalismusschäden kommt die Versicherung nicht auf. Wer nur kurz parkt, darf das Cabrio durchaus auch mit geöffnetem Dach abstellen, allerdings sollten dann die Fenster hochgekurbelt und Türen sowie Handschuhfach abgeschlossen sein.

Saisonkennzeichen spart Geld:
Für Autos, die nicht das ganze Jahr gefahren werden, lohnt sich häufig ein Saisonkennzeichen. Denn die Kfz-Steuer fällt nur für den Nutzungszeitraum an, auch die Versicherung ist günstiger. Das Cabrio ist mit einem Saisonkennzeichen nur temporär zugelassen, der Zeitraum ist zwischen zwei und elf Monaten frei wählbar. Gängig ist der Schönwetterzeitraum von April bis Oktober. Das Nummernschild bekommt einen Zusatz mit den Monatsziffern, mit dem Startmonat ist das Fahrzeug automatisch zugelassen, ohne, dass man jedes Mal extra aufs Amt müsste. Mit Ablauf des Zeitraums ist das Auto aber auch automatisch abgemeldet. Dann darf es auf öffentlichen Parkplätzen nicht abgestellt werden.

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