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Pick-up-Emoji - Ford bringt Marketing-Gag aufs Handy

  • In AUTO
  • 18. Juli 2019, 08:19 Uhr
  • Holger Holzer/SP-X
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Ab kommendem Jahr können Handy- und Computernutzer neben unterschiedlichen Pkw und Nutzfahrzeugen in gesendeten Nachrichten voraussichtlich erstmals auch ein Pick-up-Symbol nutzen Foto: Ford

Millionen Menschen nutzen in E-Mails und Kurznachrichten sogenannte Emojis. Ford sieht darin Werbe-Potenzial und versucht, seine Fahrzeuge in der virtuellen Symbolwelt unterzubringen.

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Die automobile Emoji-Flotte wächst. Ab kommendem Jahr können Handy- und Computernutzer neben unterschiedlichen Pkw und Nutzfahrzeugen in gesendeten Nachrichten voraussichtlich erstmals auch ein Pick-up-Symbol nutzen. Hinter der Einführung des stilisierten blauen Pritschenwagens steckt der Automobilhersteller Ford, dessen erfolgreichstes Modell die Pick-up-Baureihe F-Series ist. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben das zuständige Unicode Consortium gebeten, das neue Emoji aufzunehmen und geht davon aus, dass dies Anfang 2020 auch geschieht. Je nach Gerätehersteller oder App-Anbieter könnte das Pick-up-Emoji allerdings leicht unterschiedlich aussehen - so gibt es keine Garantie, dass es immer im typischen ,,Ford-Blau" dargestellt wird.

Einem Bericht des US-Magazins ,,The Atlantic" zufolge ist Ford bei der Anmeldung des Emojis allerdings nicht offen aufgetreten, sondern hat einen Strohmann vorgeschickt. Das Unicode-Konsortium reagierte verärgert auf den Versuch, ihm einen Marketing-Gag unterzuschieben. Theoretisch könnte es dem Bericht zufolge die Einführung daher noch stoppen. Prinzipiell darf jedermann Emoji-Anträge stellen, muss diese aber begründen. Zuletzt wurden unter anderem Symbole vorgestellt, die sich dem Thema Inklusion widmen, darunter ein Mensch mit Blindenstock. Auch diese sollen Anfang 2020 verfügbar werden.

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