Fahrrad

Kinderfahrräder: Darauf sollten Eltern achten

  • In FAHRRAD
  • 5. August 2019, 18:16 Uhr
  • Ralf Loweg
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mid Groß-Gerau - Aller Anfang ist schwer: Beim ersten Ausflug mit dem Fahrrad sollten Eltern ihren kleinen Lieblingen mit Rat und Tat zur Seite stehen. cocoparisienne / pixabay.com

Kinder haben keinen leichten Stand in der lauten und hektischen Verkehrswelt. Sie sehen das Treiben um sie herum mit ganz anderen Augen als die Erwachsenen. Egal, ob zu Fuß oder auf dem Rad. Vor allem, wenn Eltern ihren kleinen Lieblingen ein Rad kaufen, sollten sie unbedingt einige Dinge beachten. Was genau, das erklären die Fahrrad-Experten vom TÜV-Verband.

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Kinder haben keinen leichten Stand in der lauten und hektischen Verkehrswelt. Sie sehen das Treiben um sie herum mit ganz anderen Augen als die Erwachsenen. Egal, ob zu Fuß oder auf dem Rad. Vor allem, wenn Eltern ihren kleinen Lieblingen ein Rad kaufen, sollten sie unbedingt einige Dinge beachten. Was genau, das erklären die Fahrrad-Experten vom TÜV-Verband.

Kinderfahrräder müssen die selben Vorschriften der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) erfüllen wie alle anderen Fahrräder, um als verkehrssicher zu gelten und auf öffentlichen Straßen zugelassen zu sein. Sie benötigen eine helltönende Klingel, zwei voneinander unabhängige Bremsen, vorne eine weiße und hinten eine rote Leuchte sowie Reflektoren vorne und hinten, an den Pedalen sowie an den Speichen.

Fahrräder, die eine niedrigere maximale Sattelhöhe als 435 Millimeter haben, gelten als Spielzeug und dürfen nicht auf öffentlichen Straßen benutzt werden. Nur auf dem Gehweg ist das Fahren dieser Räder erlaubt. Kinder unter acht Jahren dürfen nur auf Gehwegen oder baulich von der Fahrbahn getrennten Radwegen fahren, unabhängig davon, ob sie ein für den Straßenverkehr zugelassenes Fahrrad fahren. Ihre Eltern dürfen sie dabei auf dem Bürgersteig fahrend begleiten.

Zwischen acht und zehn Jahren dürfen Kinder sich aussuchen, ob sie den Gehweg oder die Straße nutzen, so lange ihr Fahrrad StVZO-tauglich ist. Ab zehn Jahren ist das Fahren auf der Straße Pflicht. In diesem Alter haben Schüler die praktische Radfahrausbildung in der Schule absolviert, in der sie einige Verkehrsregeln und das angemessene Verhalten in Gefahrensituationen gelernt haben. Wichtig ist dennoch, dass die Kinder bei Fahrten auf der Straße begleitet werden und nicht ausschließlich der Schulunterricht Basis der Verkehrserziehung ist.

Häufig wiegen Kinderfahrräder im Verhältnis zur Größe ihrer Fahrer unverhältnismäßig viel. Dieses Problem haben einige Anbieter erkannt und werben nun mit extrem leichten Rädern für die Kleinsten. Sie nutzen dabei dünnere oder leichtere Materialien für den Rahmen. Wenn die Fahrräder mit der entsprechenden DIN-Norm oder dem Zeichen für Geprüfte Sicherheit versehen sind, sind sie ausreichend auf ihre Festigkeit geprüft.

Allerdings verzichten die Hersteller häufig auf in der StVZO vorgeschriebene Elemente wie Beleuchtung oder Reflektoren und Zubehör wie Schutzbleche oder Gepäckträger, die den Komfort der Fahrer erhöhen und dann nachträglich an das Rad angebaut werden müssen. Was das Gewicht von Kinderfahrräder angeht, gilt die Faustregel: Das Kind sollte sein Fahrrad selbst hochheben können.

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