Gebrauchtwagen

7 Preisfaktoren eines Fahrzeugs: was den Wert eines Gebrauchtwagens beeinflusst

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@ Toby_Parsons (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Für Händler stellt sich immer wieder die Frage, wie sie den richtigen Preis für ihre Fahrzeuge finden. So vielfältig wie die Modelle, Ausstattungsvarianten und ihre Zustände, so vielseitig ist auch die Preisspanne. Dennoch lassen sich gewisse Regeln aufdecken, von denen der Gewinn des Händlers profitiert. Marke, Motorisierung und Wartung sind nur einige der Faktoren, die den Preis beeinflussen.

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Preisfaktoren im Überblick

Der Verkehrswert eines Fahrzeugs basiert auf unterschiedlichen Faktoren der Preisgestaltung. Es existieren einige Stammdaten, die der groben Wertermittlung dienen. Diese sind jedoch meist nicht aussagekräftig genug, um Händlern einen transparenten Anhaltspunkt zu geben. Zu berücksichtigen sind mindestens: 

- Marke und Modell
- Erstzulassung
- Kilometerstand
- Sonderausstattungen
- Nutzung
- Service- und Wartungshistorie
- Außenfarbe und Farbe der Innenausstattung
- Marktentwicklung (Wertverlust)

Dies sind nur einige der komplexen Einflussfaktoren, die bei Unternehmen wie adesa.eu in die Preisgestaltung einfließen. Weiterhin gehören Unfallhistorie, Beschaffenheit des Lacks und zahlreiche weitere Aspekte zur Preisermittlung.

Marktentwicklung und Wertverlust

Die Märkte für Fahrzeuge ändern sich mit der Zeit, doch lassen sich bestimmte Tendenzen erkennen. Seit einigen Jahren sind etwa in ganz Europa SUVs auf dem Vormarsch, sodass hier auch im Gebrauchtwagensegment ein lukrativer Markt entsteht. In bestimmten Ländern wie etwa Italien und Frankreich zeigen Kunden eine besondere Vorliebe für ihre einheimischen Hersteller. Von Bedeutung ist auch die steuerliche Behandlung in den verschiedenen Ländern. Während in Belgien etwa deutlich mehr Dieselmotoren anzutreffen sind, findet sich im Erdgas-Pionier Italien eine erstaunlich hohe Anzahl erdgasbetriebener Autos. 

Hersteller und Modell

Tendenziell bleiben europäische Autokunden ihren Marken treu. Für deutsche Händler sind daher deutsche Marken besonders aussichtsreich. Die Nachfrage nach Mercedes, BMW und Audi ist weiterhin hoch. Ebenso sind VW und Opel beliebt. Was die Modelle und Ausführungen betrifft, sind in südeuropäischen Märkten Limousinen tendenziell beliebter als die in Mitteleuropa verbreiteten Kombis. 

Kleinwagen mit geringem Wertverlust

Als relativ sichere Investition gelten Klein- und Kleinstwagen, die über einen geringen Wertverlust verfügen. Durch den niedrigen Kaufpreis sowie die im Allgemeinen geringere Laufleistung verlieren sie weniger an Wert als eine große Limousine. Zu berücksichtigen sind jedoch die geringeren Handelsspannen. 

Farbvarianten

Bei der Farbwahl empfiehlt es sich, bei gedeckten und unaufdringlichen Lackierungen zu bleiben. Auffällige und knallige Farben finden weniger Nachfrager. 

Ausstattung und Extras

Für Autokäufer sind die Extras oft entscheidend bei der Wahl. Die Ansprüche haben sich gewandelt. Während Klimaanlagen als Selbstverständlichkeit gelten, wünschen sich viele auch elektronische Assistenten, Rückfahrkamera oder integrierte Navigationssysteme. Solche Features können den Restwert jedes Autos deutlich anwachsen lassen. 

Motor- und Antriebstechnik

Die Nachfrage nach einer bestimmten Motorvariante lässt sich wegen des Dieselskandals und der alternativen Antriebstechnologien derzeit schwer abschätzen. Die Anzahl benzinbetriebener Motoren wächst wieder, während sich nun auch unter Gebrauchtwagen immer mehr Elektromotoren sowie Hybridantriebe finden. Zu berücksichtigen ist bei diesen Technologien der noch immer hohe Anschaffungspreis.

Saisonale Einflussfaktoren

In Abhängigkeit der Jahreszeiten ändert sich die Nachfrage nach bestimmten Modellen. Tendenziell sind Allradfahrzeuge in den Wintermonaten beliebter. In den warmen Monaten kaufen Autokunden mehr Cabrios. Der Preis steigt mit der Nachfrage. Daher kann es vorteilhaft sein, schon im Spätsommer Allradfahrzeuge zum Verkauf zu erwerben.

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