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VW T-Roc Cabrio: Kompakt-SUV oben ohne

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mid Düsseldorf - Offene Fahrt mit rustikalem Touch: Der VW T-Roc wird zum Cabriolet. VW

Offenes Fahren wird bei Volkswagen rustikal. Aus Osnabrück kommt künftig das erste Crossover-Cabriolet in der Kompaktklasse - auf Basis des VW T-Roc.


Offenes Fahren wird bei Volkswagen rustikal. Aus Osnabrück kommt künftig das erste Crossover-Cabriolet in der Kompaktklasse - auf Basis des VW T-Roc. Die Modelle sind eine Nummer kleiner als der Tiguan, gründen aber auch - wie der Golf - auf dem Modularen Querbaukasten (MQB).

Das Cabrio ist eine kleine Familienkutsche für Freizeit und Alltag. Durch die Verlängerung des Radstands um knapp vier Zentimeter konnten die Designer den systembedingten Platzverlust in Fond und Gepäckraum etwas kompensieren. Dennoch kann es hinten eng werden, wenn sich vorne ein großer Erwachsener breitmacht. Ein paar mittlere Koffer passen gut ins 284 Liter große Gepäckabteil, wahlweise auch Getränke-Kisten für die Open-Air-Party. Freilich sind die geschlossenen Versionen der T-Roc-Familie geräumiger mit 445 Litern Kofferraum-Volumen.

Dafür sieht das Cabrio trotz der eher sachlichen Formensprache nach viel Spaß aus und weckt Feriengefühle - wie einst das Käfer-Cabriolet. Seit seligen Käfer-Zeiten hat sich technologisch viel getan. Handarbeit erübrigt sich ja bei Freiluftfahrzeugen heutiger Art. Das Stoffverdeck des T-Roc Cabrio öffnet sich elektrisch innerhalb von neun Sekunden - auch während der Fahrt bei einer Geschwindigkeit von bis zu 30 km/h. Das funktioniert auch per Fernbedienung mit dem Funkschlüssel.

Ob man den T-Roc nun Crossover Utility Vehicle (CUV) oder Sport Utility Vehicle (SUV) nennt - das Modell bringt die bekannten Stärken der Geländewagen mit, vor allem die erhöhte Sitzposition. Auch der Auftritt ist so, wie es SUV-Fans schätzen durch den muskulös-bulligen Look. Er ist aber gepaart mit der optischen Leichtigkeit, wie sie für Cabrios typisch ist.

Für gute Aerodynamik sorgt das schnittige Design: Zwischen den Längsrahmen des Verdeck-Gestänges sind vier Querspriegel und der Frontspriegel platziert. Dabei ist das Softtop über geschraubte Stoffhalteleisten mit den Spriegeln verbunden. Darum bläht es sich selbst bei höheren Geschwindigkeiten nicht auf - was sich natürlich auch positiv auf die Aerodynamik auswirkt und dem Geräuschpegel im Innenraum des Fahrzeugs Grenzen setzt.

Bei der Motoren-Palette gibt sich der sommerliche T-Roc vorerst bescheiden: Zur Wahl stehen zwei Ottomotoren: ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 85 kW/115 PS und 200 Newtonmeter Drehmoment sowie ein 1,5-Liter-Vierzylinder mit 110 kW/150 PS (250 Newtonmeter Drehmoment). Für den stärken Motor gibt es optional noch das Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.

Bei der Ausstattung hat der Kunde die Wahl zwischen "Style" und "R-Line". Die Linie "Style" steht für modernes Design und Individualismus. Wer es sportlich mag, könnte sich für die "R-Line" begeistern. Neben der sportlichen Optik steckt VW in dieses Ausstattungspaket unter anderem Nebelscheinwerfer, ein sportlich abgestimmtes Fahrwerk und dazu passende Sportsitze mit R-Line-Branding auf den Bezügen.

Für ausreichend Connectivity hat man ebenfalls gesorgt: Mit den bestellbaren Infotainment-Systemen der jüngsten Generation "MIB3" ist das Cabrio permanent online und holt so neue Funktionen und Dienste an Bord. Angezeigt werden die Infos auf einem acht Zoll großen Bildschirm. Im Zusammenspiel mit dem optional erhältlichen "Active Info Display" mit 11,7 Zoll großem Schirm entsteht eine komplett digitale Cockpit-Landschaft.

Im Sommer 2019 kann der Kunde aber nicht mehr ins neue VW-Cabrio einsteigen, denn die Premiere findet erst auf der IAA in Frankfurt am Main statt (12. bis 22. September 2019). Der Marktstart ist fürs Frühjahr 2020 vorgesehen. Auch auf die Preisliste muss der Kunde noch warten. Spekulieren ist aber erlaubt: Der günstigste bisherige T-Roc (Modelljahr 2019) kostet ohne Extras 21.120 Euro, der Preis fürs Cabrio könnte etwas darüber liegen.

Lars Wallerang / mid

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