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Opel Zafira Crosscamp - Nächstes Jahr geht's los

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Der Opel-Camper wird ebenso wie die Toyota-Variante des Crosscamp bei Dethleffs im Allgäu gebaut Foto: Opel

Die neue Hymer-Marke Crosscamp hat mit ihrem ersten Modell bereits Toyota einen stärkeren Zugang zum boomenden Camper-Segment ermöglicht. Bald ist auch Opel mit dem Zafira dran.

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Eigentlich sollte der neue Campingbus Crosscamp auf Basis des Opel Zafira Life auf dem Düsseldorfer Caravan-Salon (31. August bis 8. September) seine Premiere feiern. Dazu kommt es wohl nicht, aber das Projekt ist den ersten Opel-Händlern schon präsentiert worden. Mit der Markteinführung wird Anfang 2020 gerechnet.

Der Opel-Camper wird ebenso wie die Toyota-Variante des Crosscamp bei Dethleffs im Allgäu gebaut. Die Hymer-Gruppe hatte in diesem Frühjahr die neue Marke Crosscamp gegründet, um am starken Wachstum des Camper-Segments, das vom VW California dominiert wird, teilhaben zu können.

Zwar wird auf dem Gelände des Dethleffs-Werks in Isny seit zwei Jahren auch der erfolgreiche Campster für die Firma Pössl gefertigt, aber erst mit dem neuen Label hat die zum US-Riesen Thor Industries gehörende Hymer-Gruppe das eigene Geschäftsfeld um eine beliebte, absatzträchtige Wagengattung erweitert. Mit dem Toyota Proace Verso als Basis wurden über die Händler der japanischen Marke zudem neue Vertriebswege erschlossen. Für den Opel Zafira Life dürfte Ähnliches gelten.

So minimal die Unterschiede bereits zwischen dem Pössl Campster auf Basis des Citroen Spacetourers und dem Toyota-Crosscamp waren, so marginal dürften auch die Veränderungen am Opel-Crosscamp sein. Eine eigene Frontpartie mit dem Opel-Blitz natürlich, ein paar Kleinigkeiten im Cockpit vielleicht und möglicherweise ein paar Unterschiede in der Ausstattung. Mehr ist wohl nicht zu erwarten.

Schließlich hat sich Opel zur Einführung der neuesten Zafira-Generation lediglich bei der französischen Konzernmutter PSA (Citroen, Peugeot, DS) bedient und die Mutation vom Pkw-Van zum Transporter als baugleiches Brüderchen von Citroen Spacetourer und Peugeot Traveller ohne großen Entwicklungsaufwand vollzogen. Und die Kooperation mit Toyota macht aus dem Transporter-Trio sogar ein Quartett.

Im Innenraum wird es beim Opel-Crosscamp bei der bewährten Aufteilung mit kleiner Längsküche auf der Fahrerseite, Kühlbox, Stauschränken, Mittelsitzbank und Tisch bleiben. Und natürlich auch bei den Attributen Flexibilität und Variabilität, die den Crosscamp sogar vom VW California abheben - wie etwa die mit wenigen Hangriffen ausbaubare Küche, ein Aufstelldach, bei dem sich die vordere Zeltwand komplett per Reißverschluss öffnen lässt und die Möglichkeit, den nur 1,99 Meter hohen und damit Tiefgaragen-tauglichen Camper mit optionalen Einzelsitzen bis hin zum Siebensitzer umrüsten zu können.

Ob es vielleicht auch eine etwas abgespeckte Variante ohne Küche, vergleichbar einem VW Multivan, geben wird, wie sie Pössl auf dem Caravan-Salon mit dem Vanster vorstellt, wird weder bestätigt noch dementiert. Ebenso wenig stehen die Preise fest. Sie dürften jedoch, ähnlich wie bei Citroen und Toyota, knapp über 40.000 Euro beginnen.

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