Oldtimer

Autorestauration - so gelingt der Einstieg

  • In OLDTIMER
  • 11. September 2019
  • Redaktion
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@ Brockenhexe (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Selbst Hand anlegen, Schläuche wechseln, an der Karosserie feilen und den Charakter erhalten: Die Autorestauration ist für viele eingefleischte Autofans mehr als ein Hobby, es ist pure Leidenschaft. Der Einstieg gelingt einfacher als gedacht.

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Wer auf der Suche nach einem Hobby ist, das jeden Tag neue Überraschungen bereithält und Geist und Körper gleichermaßen fordert, sollte über die Autorestauration nachdenken. Die eigenständige Restauration eines Autos ist eine besondere Herausforderung, wie auch Lukas Krause von hobbylux.de weiß: “Grundsätzlich setzt die Autorestauration sowohl handwerkliches Geschick und Vorstellungskraft als auch eine gute Planung voraus. Der Reiz besteht darin zu sehen, wie Schritt für Schritt aus einem alten Auto ein wirklich schöner Oldtimer wird.”

Wer in die Autorestauration einsteigen will, braucht zunächst das richtige Auto. Viele Einsteiger entscheiden sich für einen Bulli von VW, der zweifelsohne beinahe Kult für echte Autoliebhaber ist. Empfehlenswert ist er als erstes Modell aber weniger. Grund ist nicht etwa die Fahrzeugtechnik im Inneren, sondern seine Beliebtheit. Tatsächlich ist der VW Bulli gerade in schlechtem Zustand überteuert, sodass die Hobbyschrauber hier schnell an ihre finanziellen Grenzen kommen. Um sich zunächst in der Autorestauration auszuprobieren, bietet sich ein preiswerter alter Gebrauchter an, für den es aber auch problemlos Ersatzteile gibt. Hier sollte also im Voraus ein wenig recherchiert werden. Als Restaurationsobjekte eignen sich keine Fahrzeuge, die im aktuellen Jahrtausend gebaut wurden. Grund ist, die computergestützte Fahrzeugtechnik.

Eine gute Wahl kann ein Youngtimer sein. Hier gibt es durchaus schon Modelle, die ein prägnantes Aussehen haben und einen gewissen Charme versprühen. Youngtimer sind in der Regel zwischen 15 und 30 Jahren alt. Oldtimer sind noch ein wenig älter und haben einen erheblichen Kostenvorteil. Hier ist nämlich die Zulassung auf ein H-Kennzeichen möglich. Das macht sich insbesondere bei den Kfz-Steuern bemerkbar, die dann die Grenze von 200 Euro nicht übersteigen.

Wichtig ist für den Start in die Autorestauration gutes Werkzeug. Neben dem Auto fallen hier noch einmal recht hohe Kosten an. Grundsätzlich sollte gerade beim Werkzeug auf gute Qualität und nicht auf den Preis geachtet werden. Mit ein bisschen Glück finden sich hier in der Schrauber-Community gebrauchte Werkzeuge und Maschinen, die an sich noch intakt sind. Bei Werkzeug gilt prinzipiell: Wer billig kauft, kauft leider zweimal und damit eben noch teurer.

Darüber hinaus wird für die Autorestauration natürlich Platz gebraucht. Hier kann sich jeder Schrauberanfänger glücklich schätzen, wenn er eine eigene Garage hat. Bürgersteig und Straßenrand fallen hier natürlich aus, denn für eine Restauration braucht man Platz. Immerhin müssen demontierte Teile auch einfach mal abgelegt werden. Wer keine eigene Garage hat, kann in den meisten Städten eine mieten. Die Mietpreise sind in der Regel günstig. Wichtig ist bei der Suche nach einer guten Garage darauf zu achten, dass ausreichend Stromanschlüsse vorhanden sind. Damit nach aller Vorbereitung endlich losgelegt werden kann, hält das Internet eine ganze Reihe von Anleitungen für die einzelnen Fahrzeugmodelle bereit, die kostenlos abrufbar sind.

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