Neuheit

Die wichtigsten neuen SUV der IAA - Hoch ist weiter angesagt

  • In AUTO
  • 12. September 2019, 08:43 Uhr
  • Mario Hommen/SP-X
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70 Jahre nach dem Start des Defender hat Land Rover eine neue Generation aufgelegt Foto: Land Rover

Auf der IAA 2019 steht die E-Mobilität im Mittelpunkt. Doch trotz Kritik von manchen Seiten sind die SUV die heimlichen Stars der Messe. Hier sind die wichtigsten Neuheiten.

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Während in den Medien derzeit heftig über Sinn und Unsinn der Fahrzeuggattung SUV diskutiert wird, feiert eine Vielzahl neuer Vertreter dieser Fahrzeuggattung auf der Frankfurter IAA (12. bis 22. September) ihre Premiere.

Der wohl wichtigste SUV-Neuling ist allerdings gar kein echter Vertreter dieser Gattung, denn der 70 Jahre nach seinem Erscheinen erstmals erneuerte Defender ist streng genommen ein echter Geländewagen. Das bleibt auch für die für 2020 angekündigte Neuauflage der Fall, denn der Allradler nutzt eine selbsttragende Aluminium-Karosserie, die speziell für den harten Offroadeinsatz geschaffen wurde. Vom kauzigen Styling des Ur-Landys ist hingegen wenig geblieben. Stattdessen erinnert die moderne Blechhaut an den größeren Discovery. Im Innenraum hat die digitale Gegenwart die Ikone unter anderem in Form eines Infotainmentsystems mit großem Touchscreen erreicht. Außerdem gibt es mehr Platz. Die im Frühjahr startende Version 110 bietet drei Meter Radstand und sieben Sitze. Der deutlich kürzere Defender 90 soll als Einstiegsversion etwas später folgen. Motorenseitig setzt Land Rover auf Benziner und Diesel, zum Teil mit Elektro-Unterstützung oder auch als Plug-in-Hybrid. Die Preise starten bei rund 50.000 Euro.

Deutlich weniger, nämlich ab 37.700 Euro, kostet der neue GLB von Mercedes-Benz. Der auf Wunsch mit Allrad erhältliche Abkömmling der A-Klasse fährt mit 4,63 Meter Länge in der GLC-Liga vor, sein optisches Vorbild war indes das kastige Design der G-Klasse. Die Formgebung kommt dem Platzangebot zu Gute, denn der optional sogar siebensitzige Neuling schluckt bis zu 1.755 Liter Gepäck. Einstiegsmodell ist der Ende 2019 verfügbare Benziner GLB 200 mit 120 kW/163 PS. Außerdem gibt es einen GLB 250 4Matic mit 165 kW/224 PS sowie 35 4 Matic mit 225 kW/306 PS. Alternativ stehen drei Selbstzünder mit 85 kW/116 PS, 110 kW/150 PS sowie 140 kW/190 PS zur Wahl.

Ein in mehrfacher Hinsicht smarter Vertreter der SUV-Gattung ist der neue Ford Puma. Das coupéhafte und dank sickenreicher Blechhaut charmant wirkende SÜVchen setzt auf Fiesta-Technik auf. Trotz einer mit 4,19 Meter Länge recht kompakten Karosserie beeindruckt der Puma mit geräumigem Innen- sowie großzügigem Laderaum. Dort, wo im Gepäckabteil üblicherweise das Ersatzrad lagert, gibt es als Besonderheit eine 80 Liter große Kunststoffbox mit integriertem Wasserablauf. Weil sie somit leicht zu reinigen ist, eignet sie sich für den Transport verschmutzter Gummistiefel oder Sportgeräte. Die Box kann alternativ zur Vergrößerung des Laderaums auf 456 Liter genutzt werden. Anfang 2020 startet der Puma mit einem 92 kW/125 PS starken Dreizylinder zu Preisen ab 23.150 Euro. Später folgen zwei Mild-Hybrid-Benziner mit 92 kW/125 PS beziehungsweise 114 kW/155 PS sowie ein Diesel mit 92 kW/125 PS.

Gleich mehrere chinesische Hersteller zeigen auf der IAA ihre Neuheiten. Für deutsche Kunden bereits kommendes Jahr verfügbar sein soll Bytons M-Byte - ein gut vernetzter Crossover mit E-Antrieb. Der M-Byte will kein klassisches E-Auto sein, sondern ein Smartphone auf Rädern. Zentrale Manifestation dieses Ansatzes ist ein gigantischer vertikaler Bildschirm, der vom linken bis zum rechten Ende des Armaturenbretts reicht. Den M-Byte wird es mit Hinterrad- und Allradantrieb geben. In der 4WD-Variante kommt der Crossover auf 300 kW/408 PS, bei zwei angetriebenen Rädern sind es 200 kW/272 PS. Im besten Fall beschleunigt das erste Serienmodell von Byton in 5,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 190 km/h limitiert. Die Stromversorgung übernimmt ein Lithium-Ionen-Akku mit wahlweise 72 oder 95 kWh Kapazität, der eine Reichweite zwischen 430 und 505 Kilometern erlauben soll. Die Preise starten bei 53.550 Euro.

Ein besonders verschwenderischer und damit auch höchst provokanter Vertreter der SUV-Szene ist der BMW X6, der in nunmehr dritter Generation auf der IAA sein Stelldichein gibt. Seinem Thema mit protziger Front, Machoallüren und Coupéheck bleibt er weiterhin treu. Die Karosserie ist auf 4,94 Länge und 2,00 Meter Breite gewachsen. Zudem hat sich der Radstand auf 2,98 Meter verlängert. Im somit wenig überraschend geräumigeren Innenraum ist vieles moderner und schicker geworden. Zum Marktstart im November werden die beiden Benziner 40i und M50i sowie die Diesel 30d und M50d angeboten. Der Reihensechszylinder 40i leistet 250 kW/340 PS, der Vierliter-V8 M50i 390 kW/530 PS. Die 2,3 Tonnen schwere Topmotorisierung absolviert in 4,3 Sekunden den 100-km/h-Sprint, maximal sind 250 km/h möglich. Die Verbrauchswerte liegen zwischen 8,0 und 10,7 Liter. Bei den Dieselaggregaten handelt es sich um Reihensechszylinder mit 195 kW/265 PS beziehungsweise 294 kW/400 PS, die zwischen sechs respektive sieben Liter verbrauchen. Die Preise wurden angehoben: Los geht es ab 75.500 Euro.

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