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Mercedes 300 SEL: Ein Klassiker feiert Geburtstag

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Auf der IAA 1969 überraschte Mercedes mit einem mächtigen 3,5-Liter-V8, der eigentlich erst in der S-Klasse des folgenden Jahrzehnts für Furore sorgen sollte Foto: Daimler

Vor 50 Jahren feierte ein Klassiker seine Premiere: Die Mercedes-Benz S-Klasse 3.5 V8, die auf der Internationalen Automobil Ausstellung im Jahr 1969 eingeführt und sogar vom damaligen Bundeskanzler Willy Brandt als Fortbewegungsmittel genutzt wurde, überzeugte mit V8-Motor, besonders langem Radstand, Luftfederung und sogar einer Klimaanlage. Ein Rückblick auf das Urgestein.

Die Vorstellung des Mercedes-Benz 300 SEL 3.5 war eine kleine Überraschung, denn der Luxuswagen überzeugte vor allem mit dem achtzylindrischen Antriebsaggregat in V-Bauweise, der mit einem Hubraum von 3,5 Litern rund 200 PS auf den Asphalt bringen konnte. Dabei war der Motor gar nicht für die S-Klasse der Baureihe W109 vorgesehen, sondern für den Mercedes SL und den Mercedes SE, die erst in den 70er Jahren für Aufsehen sorgten. Doch die Stuttgarter reagierten auf den Erfolg der Amerikaner, die auf ihrem Kontinent bereits vom Erfolg des V8-Motors profitierten.

Diese Exklusivität zeichnet auch den 300 SEL aus: Nur knapp 10.000 Exemplare sind im Laufe der Jahre verkauft worden. Damit ist die S-Klasse auch heute noch eine Rarität. Obwohl die elektronische Benzineinspritzung, die ihre Premiere feierte, in der Anfangszeit noch ihre Startschwierigkeiten hatte, waren die Kunden nicht zuletzt dank der Leistungsentfaltung und dem Drehvermögen von der kultigen S-Klasse begeistert. Doch im digitalen Zeitalter muss die Wartezeit nicht langweilig werden, da man sie sich zum Beispiel mit einem schnellen Spiel im paf casino schweiz vertreiben kann. Die markanten Halogen-Doppelscheinwerfer sind auch heute noch ein Hingucker, der den 300 SEL zu einer absoluten Besonderheit macht. Mit einem Gewicht von 1740 Kilogramm wurde der Benz seinem Ruf als Luxuslimousine gerecht.

Dank Luftfederung und Klimaanlage war die S-Klasse auch für längere Reisen perfekt geeignet und sogar Willy Brandt, der 1969 - im Jahr der Premiere auf der IAA - zum Bundeskanzler gewählt wurde, ließ sich regelmäßig im 300 SEL chauffieren. Das Fahrzeug der Baureihe W109 überzeugte mit einem längeren Radstand, der mehr Platz für die Fond-Passagiere möglich machte. Ledersofa, Radio und elektrische Fensterheber machten den Mercedes zum beliebten Fahrzeug der Schönen und Reichen.

Dabei störte es auch kaum, dass der Mercedes-Benz 300 SEL 3.5 mit einem hohen Verbrauch auffällig wurde. Nach DIN-Norm lagen die Verbrauchswerte bei 13,5 Litern, bei schneller Autobahnfahrt waren nicht selten bis zu 21 Liter zu verzeichnen. Die Ursache lag dabei vorrangig im elektronischen Einspritzsystem, der Bosch-D-Jetronic, die erstmalig in einem Serien-Benz verbaut wurde. In der heutigen Zeit wären solche Verbrauchswerte verteufelt, vor 50 Jahren wurde der Mercedes-Benz 300 SEL 3.5 dennoch geliebt - und hat sich damit zu einem Kultauto entwickelt.

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