Ratgeber & Verkehr

Ratgeber: Wohnmobil winterfest machen - Säubern und sichern

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Nicht jeder mag im Winter mit seinem Reisemobil unterwegs sein Foto: CIVD

Wer sein Wohnmobil über den Winter nicht nutzen kann und will, muss es frostsicher machen. Und eine Putzrunde tut dem Freizeitgefährt auch gut.

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Schöne Herbsttage können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Tagestemperaturen sinken und die Nächte empfindlich kalt werden. Nicht alle Camper frönen dem Outdoorvergnügen unter widrigen Bedingungen zwischen November und März; Zeit also, das Wohnmobil für den Winterschlaf vorzubereiten.

Bevor das Wohnmobil in die Winterpause gehen kann, stehen noch einige Arbeiten an. Das Wassersystem mit Behälter, Filter, Pumpen und Tanks muss vor dem Einmotten gereinigt und geleert werden. Die Gasflasche wird geschlossen und vom Versorgungsnetz getrennt. Dabei darf die Schutzkappe nicht vergessen werden.

Außerdem ist nun eine gute Gelegenheit, sein Freizeitmobil einer gründlichen Reinigung zu unterziehen. Wichtig ist, alle Lebensmittel auszuräumen, so dass etwa vierbeinige Nager während der Winterpause keine Nahrung finden. Bei dieser Gelegenheit bietet sich an, den ausgeschalteten Kühlschrank sorgfältig zu putzen und das Gefrierfach abzutauen. Danach sollte die Kühlschranktür nicht wieder geschlossen werden, sondern nur leicht angelehnt werden (Küchenhandtuch dazwischen klemmen), so dass die Luft zirkulieren kann und sich kein Schimmel bildet. Auch Schränke und Staufächer sollte man gut reinigen und anschließend einen Spalt geöffnet halten. Herd und Spüle freuen sich ebenfalls über den Kontakt mit Putzschwamm und Trockentuch, dito die Nasszelle. Kleidung, Bettwäsche, Handtücher und Gardinen räumt man am besten heraus und lagert sie nach dem Waschen in der heimischen Wohnung. Sitzpolster und Matratzen stellt man hochkant. Das verbessert ebenfalls die Luftzirkulation. Wer sich jetzt in Putzlaune gesteigert hat, kann noch die Möbelfronten abwaschen und danach mit Politur behandeln. Außerdem steht noch das Säubern von Zubehör wie Vorzelt oder Stühlen an.

Innen hui und außen pfui? Besser nicht. Also geht es dem Schmutz auf dem Lack an den Kragen, dabei nicht das Dach und die Radkästen vergessen. Ein wenig Lackpflege schadet ebenfalls nicht. Empfehlenswert ist auch eine Unterbodenreinigung. Gummidichtungen an Türen und Fenster werden mit Pflegeprodukten eingerieben, damit sie geschmeidig bleiben. Ist eine Markise am Fahrzeug vorhanden, sollte auch diese von Schmutz und Staub befreit werden. Erst nachdem sie vollständig trocken ist, sollte sie wieder eingefahren werden. Die Gelenke der Gestänge kann man zudem noch einfetten.

Abgestellt wird das Freizeitfahrzeug am besten in einem trockenen und gut durchlüfteten Raum. In der Nähe größerer Campingplätze bieten Bauern häufig solche Stellplätze in Scheunen an. Man kann aber auch bei einem Händler nach einem geeigneten Platz fragen oder per Inserat danach suchen. Findet man keine Unterstellmöglichkeit, sollte das Fahrzeug im Freien zumindest mit einer Plane abgedeckt werden. Dabei sollten aber Belüftungsschlitze offenbleiben. Wichtig ist, dass der Kühlerfrostschutz auf minus 30 Grad Celsius erhöht und die Batterie abgeklemmt wird. Dagegen sollte der Kraftstofftank voll sein, um Rost im Inneren des Tanks zu vermeiden.

Nachdem nun alle Arbeiten durchgeführt sind und das Wohnmobil an seinem Platz steht, wird noch der Reifendruck um 0,5 bar über Normaldruck erhöht. Wenn möglich, bockt man Wohnmobil auf, um Reifen und Fahrwerksteile zu entlasten. Die Handbremse bleibt gelöst, damit sie in der kalten Jahreszeit nicht festfriert. Mit Keilen an den Reifen, verhindert man ein Wegrollen des Fahrzeugs.

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