Motorrad

Motorradfahren mit Benefizidee - Die Gentlemen baten zur Ausfahrt

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Nur nur die Eisenharten fuhren in Sakko, visierlosem Helm und mit Krawatte oder auch in Rock und Jäckchen die rund 50 Kilometer lange Tour durch und um Amsterdam Foto: Jörg Künstle

Wohlfahrtsprojekt ,,Distinguished Gentleman's Ride' brachte weltweit über 114.000 Motorradfahrer zusammen. Zumindest die männlichen Biker waren nicht ganz uneigennützig dabei.

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Das Thermometer zeigte bescheidene 15 Grad, der Wind erreichte in Böen fast Sturmstärke, doch zum Glück machte der Regen zwischen 12 und 13.30 Uhr immer wieder längere Pausen: Eineinhalb Stunden dauerte der von der Polizei eskortierte ,,Distinguished Gentleman's Ride" (DGR) in Amsterdam. Statt des eigentlich vorgesehenen edlen Zwirns und den feinen Kalbsleder-Halbschuhen hatten viele Fahrer jedoch Regenschutzjacken übergestreift, nur die Eisenharten fuhren in Sakko, visierlosem Helm und mit Krawatte oder auch in Rock und Jäckchen die rund 50 Kilometer lange Tour durch und um die größte Stadt Hollands.

Der Distinguished Gentleman's Ride, 2012 in Australien begründet, fand dieses Jahr in 103 Ländern der Erde bei mehr als 114.000 männlichen und weiblichen Motorradfahrern ein positives Echo. Zweck der einmal jährlich stattfindenden Veranstaltung ist es, Geld für die Gesundheit von Männern zu sammeln; im Mittelpunkt stehen dabei die Prostatakrebs-Forschung und die Suizid-Prävention. Der DGR weist für die 2019er Auflage über 5,5 Millionen US-Dollar an Spenden aus, so dass seit 2012 über 24 Millionen Dollar verzeichnet werden konnten.

Das größte Spendenaufkommen wie auch die höchsten Teilnehmerzahlen wurden auch 2019 in Australien verzeichnet; alleine in Melbourne waren 663 Fahrer gemeldet, die über 80.000 Dollar sammelten. Auf den Weihnachtsinseln im Pazifik trafen sich sieben Männer, während in Deutschland in 24 Städten Wohltätigkeits-Ausfahrten über die Bühne gingen. Die größte Veranstaltung hierzulande fand in München mit rund 500 Mitfahrern statt.

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