Umwelt & Eco

E-Bewegung - was kann Deutschland von Norwegen lernen?

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@ markusmarcinek (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Als sich die CDU diesen Sommer mit einem Tweet über einen Vergleich der Anzahl der E-Autos in Deutschland und Norwegen blamierte, wurde die Diskussion erneut entfacht. Power und das Gewohnte gegen Innovation und Technologie. Im Volksmund wird gesagt, dass der Mensch ein Gewohnheitstier sei. Leider ruhen sich zu viele auf dieser Aussage aus, anstatt zu sehen, dass die Menschheit sich durch Intelligenz, Unternehmertum und Neuerfindungen definiert. Ein Beispiel hierfür ist Elon Musk und Tesla. Sie fahren weit, sie fahren schnell und sie fahren verantwortungsvoll der Umwelt und Menschheit gegenüber.

Nicht zuletzt durch die junge Aktivistin Greta Thunberg ist mittlerweile den meisten klar, dass die Zukunft nicht in Benzin und Dieselmotoren liegt. Neben der Umweltverschmutzung geht es hierbei auch um Lärm und Feinstaub. Der norwegische Staat hat es auf sich genommen die Probleme, bezüglich der Automobilindustrie des letzten Jahrhunderts zu lösen. So ist es keine Überraschung, wenn man sich am Osloer Zentralbahnhof befindet und ein Taxi sucht, dass man sich entweder in einen Tesla Modell S oder Modell 3 setzen kann. Neben unzähligen E-Autos sind auch Hybridwagen in der norwegischen Hauptstadt an jeder Ecke zu sehen.

Norwegische Pläne und die Umsetzung

Beim Besuch der Stadt Oslo kann man so gut wie alle neuen E-Auto Modelle am Straßenrand bewundern. Ob es nun die unzähligen Teslas sind, der sehr beliebte Nissan Leaf (über 50.000 verkaufte Autos) oder der BMW i3 - in Oslo gehört das E-Auto bereits zur Normalität. Wie ist es dazu gekommen? Oslo ist von Bergen umgeben und man merkt vor allem in den Wintermonaten, wie die Abgase die Lebensqualität verringern. Dadurch sah sich der norwegische Staat dazu gezwungen Anreize und Belohnungen für den Kauf von E-Autos zu setzen.

Die Anreize drehen sich meist um das Finanzielle, jedoch wurde auch darauf geachtet, dass es praktische Vorteile gibt. Besitzer von E-Autos haben das Recht, in Busspuren zu fahren, zahlen weniger für das Parken und die Steuern sind auch niedriger. Das Konzept sah außerdem vor, dass mindestens alle 50 km Schnellladestationen installiert werden, sodass es nicht zufällig wie bei Slots im Live Casino zugeht, wenn man neue Energie für sein Auto braucht. Es wurde außerdem bestimmt, dass ab 2025 keine Autos mit Verbrennungsmotor als Neuwagen in Norwegen verkauft werden dürfen.

Können wir was die Norweger können?

Es steht außer Frage: Wer sich dazu entscheidet nicht mehr mit einem Verbrennungsmotor unterwegs zu sein, muss Mut an den Tag legen. Die Automobilindustrie versucht stetig den Fortschritt zu bremsen und die Status Quo zu erhalten. Jedoch hat die Industrie nicht mit Unternehmern wie Elon Musk gerechnet, welche den internationalen Automobilmarkt von Grund auf verändern. Der weltweite Erfolg der unterschiedlichen Tesla-Modelle zwingt die traditionellen Autobauer, dazu aufzurüsten, da sie sonst auf dem Markt der Zukunft hinterherzuhinken drohen. Autohersteller wie Jaguar, Mercedes und BMW haben längst erkannt, dass eine Umstellung notwendig ist.

So ist das E-Auto von heute keine lahme Ente oder ein kleines Stadtauto, um einkaufen zu gehen. Die Zukunft ist da: die Reichweiten der E-Autos werden immer größer und das Angebot, auch von unterwegs sein Auto laden zu können, wird dies Effekte weiter unterstützen. Man sollte in jedem Fall ein Urteil über die E-Auto-Revolution fällen, nachdem man sich ausreichend informiert hat und sich dabei vor Augen führt wie andere Länder mit der neuen Technologie umgehen. Ist Norwegen ein Vorbild? Absolut. Ein Vorreiter? Total. Sollten wir es genauso tun? Der Audi-Werbeslogan gibt die Antwort: Vorsprung durch Technik.

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