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Bloodhound LSR Rekordfahrt - Mit Alurädern in den Überschall

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2020 soll er Bloohound zur Rekordfahrt auf Überschallniveau starten Foto: Elliot Davies/Bloodhound

Schon seit vielen Jahren kündigt Bloodhound immer wieder an, den seit 1997 bestehenden Land-Geschwindigkeitsweltrekord brechen zu wollen. Nach jüngsten Bekundungen will man nun Ende 2020 soweit sein.

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Das zur Erreichung eines neuen Überland-Geschwindigkeitsrekord entwickelte Überschallfahrzeug Bloodhound LSR wurde jetzt in Südafrika in seiner angeblich finalen Version vorgestellt. Ende 2020 soll dieses Gefährt die bereits 22 Jahre bestehende Rekordmarke von 1.228 km/h pulverisieren. Das Bloodhound LSR wurde entwickelt, um über 1.600 km/h zu erreichen.

Ein bislang unbekanntes Detail des LSR-Gefährts sind speziell für die geplante Rekordfahrt entwickelten Räder. Diese wurden mit Hilfe von Präzisionsmaschinen vollständig aus Aluminium gefertigt, was es den Rädern ermöglichen soll, eine Fahrt jenseits der Schallgeschwindigkeit zu überstehen.

Das ,,Bloodhound Land Speed Record"-Team hat das Fahrzeug erst kürzlich an seinen Bestimmungsort, der Hakskeen Pan am Rande der südafrikanischen Kalahari-Wüste, überführt. Hier soll der Rekord-Flitzer auf einer 16 Kilometer langen Strecke auf immer höhere Geschwindigkeiten getrieben werden. Zunächst will man die Zuverlässigkeit der neuen Räder bis Tempo 800 testen. Sollten die Tests alle Beteiligten zufriedenstellen, will man das Tempo der Testfahren in jeweils 80-km/h-Schritten nach oben schrauben.

Angetrieben wird der Bloodhound LSR übrigens von zwei Rolls-Royce Jet-Turbinen, wie sie etwa im Eurofighter eingesetzt werden. Sie sollen ein Leistungsäquivalent von 360 Familienautos, also etwa 50.000 PS freisetzen. Wenn der Bloodhound nach den Plänen seiner Macher damit kommendes Jahr auf bis zu 1.050 Meilen pro Stunde beschleunigt, soll er eine Meile, also 1,6 Kilometer, in nur 3,6 Sekunden passieren.

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