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5 Tipps für den reibungslosen Transport von E-Bikes

  • In FAHRRAD
  • 8. November 2019
  • Redaktion
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@ MaBraS (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Radfahren mit Motorunterstützung wird immer beliebter: Ein E-Bike ermöglicht ausgedehnte Touren durch die Natur – unabhängig vom persönlichen Fitnesslevel. Und sogar mit schwerem Gepäck oder Fahrradanhänger lässt es sich noch bequem fahren.

Doch E-Bikes sind auch deutlich schwerer und sperriger als normale Fahrräder. Beim Transport mit dem Auto sind deshalb einige Punkte zu beachten.

Das E-Bike im Auto mitnehmenso geht’s:

Kupplungsträger statt Dach- und Heckträger verwenden

Ein Radträger bietet die beste Möglichkeit, um das E-Bike mit dem Auto zu befördern. Grundsätzlich sind die meisten handelsüblichen Radträger ebenfalls für elektronische Bikes zugelassen. Allerdings eignen sich nicht alle Arten gleichermaßen gut.
Radträger, die auf der Anhängerkupplung befestigt werden, sind bei Weitem die sicherste Variante. Denn Kupplungsträger können sehr hohen Belastungen standhalten. Abzuraten ist hingegen von Dach- und Heckträgern – aus zwei Gründen:

  • Erstens gestaltet sich bereits die Befestigung der Räder als Herausforderung: E-Bikes wiegen um die 25 Kilogramm und dementsprechend schwierig ist es, diese auf das Autodach zu heben.
  • Zweitens lässt die Sicherheit zu wünschen übrig. Bei einem Crashtest der deutschen Allianzversicherung lösten sich die E-Bikes vom Dachträger und rutschten nach vorne.

Stützlast des Radträgers überprüfen

Wer das E-Bike auf einem Radträger befestigt, sollte unbedingt die zugelassene Stützlast kontrollieren. Schließlich bringen leistungsfähige E-Bikes bis zu 30 Kilogramm auf Waage, deutlich mehr als mechanische Fahrräder. Dabei sollte die Belastungsgrenze von unterschiedlichen Komponenten separat geprüft werden:

  • Die Stützlast der Anhängerkupplung: Wie schwer darf das Gewicht sein, das auf der Kupplung aufliegt? Die entsprechende Information ist in der Zulassungsbescheinigung des Fahrzeugs zu finden. Dabei ist zu beachten, dass die Summe aus Eigengewicht des Radträgers und den Rädern niedriger sein muss als die maximale Stützlast der Kupplung.

Ein Beispiel: Die Anhängerkupplung besitzt eine Stützlast von 75 Kilogramm, der Radträger hat ein Eigengewicht von 18 Kilogramm. Dann darf der Träger noch mit maximal 57 Kilogramm beladen werden.

  • Die maximale Nutzlast des Radträgers selbst (Gesamtlast): Das Gesamtgewicht aller befestigten Räder darf diese Traglast nicht übersteigen. Dieser Punkt versteht sich eigentlich von selbst. Ein Radträger mit maximaler Traglast von 60 Kilogramm darf selbstverständlich nicht mit drei Rädern von je 25 Kilogramm beladen werden.

 

  • Die maximale Last pro Halteschiene: Jede einzelne Halteschiene des Radträgers ist für eine bestimmte Last konzipiert. Oberhalb dieser Belastung kann die Schiene das Rad bei einem Bremsmanöver nicht mehr halten. Deshalb darf das Gewicht jedes einzelnen E-Bikes die maximale Haltelast pro Schiene nicht übersteigen.

Akku und Bordcomputer abmontieren

Beim Akku des E-Bikes handelt es sich um eine empfindliche Lithium-Ionen-Batterie, die sich bei Stößen und Überhitzung entzünden kann. Aufgrund dieser Brandgefahr gelten E-Bike-Akkus in Flugzeugen als Gefahrgut und dürfen nicht transportiert werden.

Für den Transport außen am Auto bedeutet das: Der Akku muss immer abmontiert und sicher im Auto-Inneren befördert werden. Ein Auffahrunfall könnte sonst im schlimmsten Fall den Akku zum Explodieren bringen. Bei Regenwetter besteht außerdem die Möglichkeit, dass elektronische Teile einen Wasserschaden erleiden. Daher sollte auch der Bordcomputer während der Autofahrt abmontiert werden.

Tipp: Am besten die Akkus in gepolsterten Hüllen oder Transportkartons verpacken und unter den Sitzen der Rückbank verstauen. Keinesfalls die Akkus einfach so in den Kofferraum oder auf den Rücksitz legen – im Fall einer Vollbremsung verwandelt sich das schwere Teil sonst in ein gefährliches Geschoss.

Elektronikteile schützen

Zusätzlich zur abnehmbaren Elektronik sollten auch die fixierten elektronischen Teile geschützt werden. Durch die Fahrgeschwindigkeit wird Regen mit viel Kraft auf das E-Bike gedrückt und kann zum Beispiel den Akkusteckplatz beschädigen.

Um diesem Problem vorzubeugen, kann ein speziell angefertigter Regenschutz für das E-Bike montiert werden, welcher im Fachhandel erhältlich ist.  Absehen sollte man jedoch davon, einfach eine Plastiktüte über den Akkusteckplatz zu stülpen. Im ungünstigsten Fall füllt sich die Tüte mit Wasser und die Elektronik nimmt noch stärkeren Schaden als nur durch den Regen allein.

Transport im Kofferraum: E-Bike gut sichern

Mit einem ausreichend großen Fahrzeug lässt sich das E-Bike ebenso im Kofferraum transportieren. Zwar benötigt man dazu einen großen Van oder zumindest einen Mittelklasse-Kombi, doch das teure Bike ist vor Witterung geschützt und bleibt sauber.
Jedoch sollte man auch in diesem Fall den Akku abnehmen und gut verpackt unter den Sitz geben, damit dieser bei einer Vollbremsung nicht nach vorne katapultiert wird. Außerdem muss das E-Bike selbst mit Spanngurten stabil gesichert werden. Wer sein E-Bike nicht befestigt, gefährdet die Sicherheit im Verkehr und riskiert Polizeistrafen.

Sicher unterwegs mit dem E-Bike im Gepäck

Zu den schönsten E-Bike-Strecken muss man häufig mit dem Auto anreisen. Dies ist grundsätzlich kein Problem, denn E-Bikes lassen sich mit dem Auto gut transportieren. Empfehlenswert ist es, sich hierfür einen Kupplungsträger anzuschaffen und die maximale Stützlast sorgfältig zu prüfen. Außerdem muss der Akku immer abgenommen und sicher im Inneren verstaut werden. Dann steht auch dem Urlaub mit E-Bikes nichts mehr im Wege.

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