Motorrad

Seat e-Scooter concept - Mit zwei Rädern elektrisch ans Ziel

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Seat will in Zukunft auch größere Einspurstromer anbieten Foto: Seat

Der Gedanke der Elektromobilität muss nicht immer mit Autos verknüpft sein: Seat verkauft nun auch elektrische Roller.

Seat setzt auf Zweiräder für Kurzstrecken unter 8 Kilometern: Nach dem eXS KickScooter steht nun ein elektrischer Roller in den Startlöchern. Das e-Scooter concept feiert auf dem Smart City Expo World Congress (19. bis 21. November) seine Premiere und soll im nächsten Jahr von Seat-Händlern verkauft werden. Der Roller wurde vom spanischen Hersteller Silence entwickelt und soll bis zu 115 Kilometer weit fahren können, bevor er wieder zum Landen an die Steckdose muss. Preise nennt Seat noch nicht. Das fast baugleiche Modell S01 von Silence kostet 6.600 Euro und ist ab Ende November in Deutschland bei zunächst vier Händlern erhältlich.

Der Seat-Roller unterscheidet sich nur im Design ein wenig vom Genspender S01. Für den Vortrieb sorgt ein 11 kW/15 PS starker E-Motor. Der Spurt von 0 auf 50 km/h gelingt in knapp 5 Sekunden, die Spitzengeschwindigkeit ist bei Tempo 100 erreicht. Damit eignet sich der Stromer nicht nur für Fahrten in der Stadt, sondern auch für den Einsatz außerhalb urbaner Bebauung. Die 5 kWh-Batterie ermöglicht eine elektrische Reichweite von 115 Kilometern. Das Laden geschieht an einer haushaltsüblichen Steckdose. Wer keine Steckdose in unmittelbarer Nähe des Roller-Parkplatzes hat, kann den Batteriepack herausnehmen, um ihn zum Beispiel in der Wohnung oder am Arbeitsplatz zu laden. Der Ladevorgang dauert ca. fünf Stunden. Da der unter dem Helmfach platzierte Akku rund 40 Kilogramm auf die Waage bringt, kann er wie ein Einkaufstrolley auf kleinen Rollen gezogen werden. Der Akku lässt sich zudem als Energiespender für Laptops oder Camping-Zubehör verwenden. Bis zu zwei Helme Platz können im großen Staufach unter der Sitzbank deponiert werden.

Der Roller wartet mit einem CBS-Bremssystem, Rückwärtsgang und LED-Leuchten auf. Eine Smartphonehalterung ermöglicht das einfache Nutzen des Kommunikationsgeräts etwas für Navigationsdienste. Außerdem kann es mittels einer App mit dem Roller verbunden werden. So sind etwa eine Fernortung, Fahrzeugstatus-Überprüfung, die Abfrage des Batteriestatus oder das Starten des Motors per Smartphone möglich.

Ebenfalls im nächsten Jahr bringt Seat eine neue Version seines eXS KickScooter. Die leistungsstärkere Version kann bis zu 65 Kilometer elektrisch fahren und Steigungen bis zu 20 Prozent bewältigen. Der ab April 2020 verfügbare Kick-Scooter kostet 1.100 Euro und damit doppelt so viel wie das Standardangebot, das nach 25 Kilometer aufgeladen werden muss.
Im VW-Konzern ist die spanische Marke Seat für Ideen rund um Micromobilität zuständig. Dazu zählen unter anderem elektrische Scooter und Roller, aber auch Carsharing-Angebote und die Entwicklung von Mobilitäts-Apps.

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