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Diese 5 technologischen Autotrends könnte es bald geben

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@ LeeRosario (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

In allen Bereichen unserer Leben rückt die Technik immer mehr in den Mittelpunkt. Ob Smart Homes oder Smartphones, manche Geräte sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Andere technologische Errungenschaften werden in der Zukunft genauso mit unserem Alltag verankert sein. Dabei macht sich der technische Fortschritt auch in der Automobilbranche bemerkbar. Man möchte behaupten, dass im letzten Jahrzehnt diesbezüglich vergleichbar wenig geschehen ist. Sensoren, die Regen erkennen und den Scheibenwischer automatisch angehen lassen, sind nicht so bahnbrechend wie die Erfindung des Internets. Doch diese Flaute könnte sich bald ändern. Hier stellen wir Ihnen fünf technologische Autotrends, die es bald geben könnte, vor.

Kommunizierende Autos

Das Telefon im Auto war vor noch nicht allzu langer Zeit eine erstaunliche Erfindung. Seitdem jeder ein Handy hat, ist diese Form der mobilen Kommunikation jedoch überflüssig geworden. Doch genauso sehr wie wir Menschen miteinander kommunizieren, könnten sich bald unsere Autos miteinander unterhalten. Dabei gibt es verschiedene Arten der Kommunikation, wobei V2V und V2I zwei der Hauptarten darstellen.

V2V steht für Vehicle-To-Vehicle und bezeichnet die Kommunikation zwischen Fahrzeugen. Dies könnte mit bereits für Flugzeuge bestehende Kommunikation verglichen werden und dient ebenfalls der Sicherheit. Stellen Sie sich vor, wie ein Auto eine rote Ampel ignoriert und sich auf der Kreuzung direkt vor Ihnen befindet. Während Sie auf die Ampel auf Ihrer Seite geachtet haben und bei Grün losgefahren sind, haben Sie dies gar nicht mitbekommen. Dank der V2V-Kommunikation wird Ihr Auto jedoch vorgewarnt und bremst automatisch ab.

V2I wiederum steht für Vehicle-To-Infrastructure. Bei dieser Art der Kommunikation würde es zu dem zuvor beschriebenen Szenario gar nicht erst kommen, schließlich erkennt das Auto die rote Ampel von selbst und hält an. Weitere Kommunikationen sind zudem V2R (Fahrzeug zur Straße), V2P (Fahrzeug zu Personen) und V2N (Fahrzeug zu Netzwerk). V2X ist wiederum der Überbegriff, bei dem das Fahrzeug mit allem kommuniziert.

Ob für diese Arten der Kommunikation von Fahrzeugen WLAN oder G5 verwendet werden soll, ist laut Handelsblatt umstritten. Natürlich stellt sich auch die Frage, wie zuverlässig diese Mittel sind. Wenn sich Fahrer zu sehr auf die Technik verlassen und unaufmerksam werden, dann könnte dies bei einem Ausfall der technischen Hilfsmittel verheerende Folgen haben. Das ist jedoch eine Frage, die in Bezug auf die Technik immer wieder aufkommt.

Selbstfahrende Autos

Nur einen kleinen Schritt von der V2X-Kommunikation entfernt ist das komplett autonome Auto. In letzter Zeit wird hierüber sehr viel gesprochen, denn selbstfahrende Fahrzeuge würden unsere Welt durchaus revolutionieren. Während uns öffentliche Verkehrsmittel die Möglichkeit bieten ohne selbstfahren zu müssen am Zielort anzukommen, bevorzugen es die meisten Menschen dennoch mit dem Auto zu fahren. Selbstfahrende Fahrzeuge könnten die Vorteile beider Möglichkeiten kombinieren und ihre Nachteile eliminieren. Was derzeit noch wie Science-Fiction klingt, könnte jedoch in wenigen Jahren Alltag werden. Wer weiß, vielleicht dauert es nicht mehr lange, bis wir nur noch auf dafür vorgesehenen Rennstrecken zum Spaß in den Genuss kommen werden, selbst zu fahren?

Augmented Reality

Unsere Armaturenbretter und ihre Anzeigen haben sich seit der Erfindung des Automobils kaum verändert. Geschwindigkeit, Umdrehungszahl, Benzin und wenig mehr werden hier angezeigt. Das könnte sich mit der Augmented Reality (kurz AR) bald ändern. Das technische Auge könnte uns über AR-Armaturenbretter Vorschläge anbieten, wie wir zum Beispiel einem schräg geparkten Auto in einer engen Gasse am besten ausweichen. Uns werden hierfür auf der Windschutzscheibe Pfeile, Streifen und weitere Symbole angezeigt, mit Hilfe derer wir Abstände besser einschätzen und Entscheidungen sicherer treffen können. Ein Argument gegen diese hilfreiche Technologie könnte sein, dass jemand die Windschutzscheibe nicht zum Anzeigen dieser sicheren Hilfsmittel verwenden könnte, sondern zum Beispiel um das eine oder andere seriöse Online Casino aufzurufen. Das wäre natürlich während der Autofahrt recht störend.

Energiesparende Chassis

Elektroautos sind nun wirklich keine Zukunftsmusik mehr. Es gibt sie tatsächlich und sie sind auch hierzulande bereits auf den Straßen zu finden. Doch nur, weil ein mit Strom betriebenes Auto wesentlich umweltfreundlicher ist, als ein Benziner oder Dieselfahrzeug, verbrauchen sie noch immer einen ‚Rohstoff‘. Um das Problem zu umgehen, dass die Batterien zum einen nicht immer genug Energie speichern können und zum anderen auch Energie verlieren, könnte es bald Autos geben, deren Chassis die Aufgabe der Batterie übernehmen. Diese Autoteile sind leichter als eine Batterie, weshalb das Fahrzeug weniger Strom verbraucht. Zudem könnten sie so entwickelt werden, dass sie mit Sonnenlicht aufgeladen werden, was das Ganze wiederum noch umweltfreundlicher macht.

Airbags

Diese kleine aber feine Erfindung hat bereits einigen Menschen das Leben gerettet. Doch sie sind scheinbar noch verbesserungswürdig. Die Frage, die sich BMW gestellt hat, war: Warum passiv, wenn auch aktiv geht? Der Airbag kommt derzeit nur zum Einsatz, wenn bereits ein Aufprall geschehen ist. In Zukunft könnte dieser eine Kollision verhindern und zwar, indem er nicht im Fahrzeug aufgeht, sondern außerhalb. Wie ein Schlauchboot legt sich dieser aktiv schützende Airbag von unten um das Auto und bremst dieses, bevor es zu einem Zusammenstoß kommt, ab.

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